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La Réunion - Reisebericht von Christian & Jörg

07. Oktober bis 30. Oktober 2005

Am 07.10.2005 hieß es endlich "Auf nach La Réunion!". Wie vor zwei Jahren hatten wir auch diesen Urlaub bei Blue Ocean Travel gebucht und waren wieder sehr zufrieden. Nachdem wir am Flughafen Roland Garros unseren Mietwagen entgegen genommen hatten, fuhren wir zu unserem ersten Hotel - dem "Relais des Cimes" in Hell-Bourg im Cirque de Salazie. Wir waren sehr gespannt, denn den Cirque de Salazie kannten wir noch nicht.

Von dem uns angedrohtem vielen Regen bemerkten wir in Hell-Bourg nichts. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass früh morgens die Sonne vom strahlend blauen Himmel scheint und spätestens ab mittags alles voller Wolken ist. Aber das gehört schließlich zum grünsten der drei Cirques dazu.

Das "Relais des Cimes" ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen und auch sonst ein sehr empfehlenswertes Hotel. So führte uns z.B. eine Wanderung direkt vom Hotel zum Cap Anglais (einem Berggrat, der den Cirque de Salazie von der Plaine des Palmistes trennt) bis zum Gîte de Bélouve und von dort wieder zurück zum Hotel. Das heißt, die Wanderung beginnt auf 941 Höhenmeter und führt zunächst auf 2.200 Höhenmeter. Am Cap Anglais angekommen, wandert man dann den Grat entlang abwärts zum Gîte, von dort beginnt nochmal ein steiler Abstieg nach Hell-Bourg. Glücklicherweise hatten wir uns für diese Richtung entschieden, denn andersherum wäre der Abstieg vom Cap Anglais nach Hell-Bourg doch sehr, sehr schwierig und gefährlich geworden.

Eine weitere Wanderung führte uns vom Parkplatz Bord Martin nach La Nouvelle in den Cirque de Mafate. Eine wunderschöne Wanderung durch eine abwechselungsreiche Landschaft mit knorrigen Tamarinden, tollen Blicken auf Piton des Neiges und Grand Bénare und im Wald weidenden Rindern.

Vom Cirque de Salazie ging es weiter zur Plaine des Cafres und dem Hotel "Les Geraniums". Dieses kannten wir schon aus unserem ersten Urlaub. Neben einem sehr guten Service erwarteten uns tolle Sonnenuntergänge.

Von hier aus kann man sehr gut das Vulkangebiet und den Forêt de Bébour und Forêt de Bélouve erreichen. So stand natürlich die Vulkantour auf dem Programm. Dazu standen wir um 4 Uhr morgens auf (am Abend zuvor bekamen wir auf Nachfrage im Hotel ein Frühstückstablett mit auf unser Zimmer). Wir freuten uns sehr darauf, schließlich war der Vulkan zur Zeit aktiv und nur bis 14 Uhr wurde am Pas de Bellecombe Einlass gewährt. Bevor wir aber mit der Wanderung begannen, erlebten wir am Pas de Bellecombe einen tollen Sonnenaufgang.

Nach etwa 2 Stunden Aufstieg kamen wir am Cratère Dolomieu an und waren etwas enttäuscht - es gab nur einen kleinen rauchenden Schlot am Kraterboden zu bestaunen. Noch ein kleiner Tipp für den Vulkanausflug: Es sollte unbedingt mehr als ein Tag einplant werden, denn das Wetter kann einem schnell einen Strich durch die Rechnung machen. So wollten wir am letzten Tag im "Les Geraniums" die Wanderung zum Morne Langevin unternehmen. Dazu fuhren wir um ca. 8 Uhr am Hotel los, aber schon auf der Vulkanstrasse kamen uns viele Fahrzeuge entgegen, so dass wir schon vermuteten, dass am Vulkan schlechtes Wetter ist. Und richtig: Am Ausgangspunkt zur geplanten Wanderung war dichter Nebel und auch weiter am Vulkan war nichts als "dicke Suppe" zu sehen. Dafür wurden wir aber in der Plaine des Sables mit tollen Momenten belohnt, als sich der Nebel für ein paar Sekunden lichtete, nur um Augenblicke später wieder undurchsichtig zu sein.

Von der Plaine des Cafres ging es weiter nach Cilaos und dem Hotel "Le Vieux Cep". Auch dieses kannten wir von unserer ersten Réunion-Urlaub. Im Cirque de Cilaos standen die Besteigung des Piton des Neiges und die Wanderung zur Cascade de Bras Rouge auf dem Programm. Für die Besteigung des Piton des Neiges hatten wir vor Reiseantritt beim Maison de la Montagne eine Übernachtung in der Berghütte "Caverne Dufour" gebucht, um schon zu Sonnenaufgang auf dem Gipfel zu sein. Einfach phantastisch!

Vom Cirque de Cilaos ging es dann zur letzten Station, dem "Le Swalibo" in Saline-les-Bains an der Westküste. Wenn man zuvor zwei Wochen in grandiosen Landschaften gewandert ist, ist man beim Wechsel an die Westküste mit ihrer Savannenlandschaft und dem starken Verkehr etwas geschockt. Doch das kannten wir ja schon von 2003 und man gewöhnt sich auch schnell daran. Denn schließlich kann man auch hier tolle Wanderungen unternehmen, z.B. zum Grand Bénare vom Piton Maido aus oder zu den Trois Bassins von St. Gilles. Außerdem kann man hier bei Tauchgängen die Unterwasserwelt bewundern.

Wir könnten noch viel mehr schreiben, z.B. von interessanten Städten, vom Traumstrand Grande Anse, vom wilden Cap Méchant, von der Vulkanlandschaft Grand Brulé, Hunderten von Wasserfällen, Wandern im Regenwald, Rindern, Tec-Tecs, Kardinälen, Chamäleons, Sternenguckern am Observatorium und vielem mehr. Aber das beste ist: Selber Réunion besuchen. Wir planen auf jeden Fall schon den dritten Besuch!!

Christian und Jörg

Hell-Bourg

Grand Anse

Vulkan

 
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