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La Réunion - Reisebericht von Erika & Gerhard

16. Januar - 30. Januar 2007

Urlaub auf La Réunion - ein Volltreffer

Auf der Leipziger Reisemesse 2006 lernten wir den Reiseveranstalter "Blue Ocean Travel", vertreten durch den Inhaber Herrn Alexander Herold, kennen.

Sein Angebot, eine Rundreise auf der Insel La Réunion mit einem Mietauto in der Zeit vom 16.01. - 30.01.2007, faszinierte uns sofort, zumal uns Preis und die entsprechenden Leistungen dazu realisierbar erschienen. Der Angebotspreis deckte dabei fast alles ab - Flug, Mietwagen, Übernachtungen, Frühstück und Transfer zum Flugplatz.

Den Reisevertrag schlossen wir direkt im Büro von "Blue Ocean Travel" in Höchstädt ab. Dabei konnten wir schon viele Dinge besprechen, so dass dem Urlaub nichts mehr im Wege stand. Weitere offene Fragen konnten wir dann vor Abreise noch telefonisch klären. Wunderbar!

Mit viel Abenteuerlust - keine Französischkenntnisse!! - stiegen wir in Leipzig in den kleinen Cityhopper, der uns nach Paris brachte. Da wir auf dem großen Flughafen Charles de Gaulle genügend Zeit für den Transfer zum Inlandsflughafen Orly hatten, machte es uns nicht viel aus, dass wir unter Schweißausbrüchen 1,5 Stunden den Transferbus suchten. Hätten wir doch bloß französisch gelernt!

Als wir nach einem phantastischen Flug in der Hauptstadt St-Denis bei +34 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit die Unterlagen für unseren Urlaub auf dieser herrlichen Insel von der deutschsprachigen Reisebetreuerin Jessica erhielten, begann das große Abenteuer.

Dass auf einer Insel im südlichen Wendekreis die Temperaturen bei +30 Grad Celsius liegen und eine hohe Luftfeuchtigkeit vorherrscht, sollte man bereits vor Urlaubsantritt wissen, so dass man von dem subtropischen Klima nicht überrascht wird.

Mit unserem kleinen Mietwagen Clio starteten wir zum erstbesten Einkaufscenter, um uns mit ausreichend Wasser einzudecken und uns von der Winterkleidung zu befreien. Nun konnte es losgehen.

Auf der Ringstraße ab ins Innere der Insel nach Hell-Bourg. Schon hier faszinierte uns die außergewöhnliche Landschaft. Die Vielzahl engster Kurven brachte den Fahrer zusätzlich zur hohen Lufttemperatur zum Schwitzen. Die begrünten bizarren Bergformen forderten uns immer wieder zum Fotografieren auf.

In Hell-Bourg angekommen, tranken wir sofort ein köstliches, auf der Insel gebrautes Bourbon-Bier. Es wurde zum beliebtesten Getränk während des Urlaubs. Mit unserem Hotel waren wir einverstanden. Und wir konnten nun dieses vergangenheitsträchtige, zwischen hohen Bergen eingebettete Städtchen 2 Tage lang genießen. Eine Wanderung auf den Piton d´Enchaing, Besichtigungen und Gespräche mit Hilfe von Händen und Füßen füllten die Zeit in Hell-Bourg aus.

Nach 2 Nächten in dieser traumhaft schönen Landschaft setzten wir unsere Rundreise nach La Plaine des Cafes in das Hotel "Les Geranium" fort. Vor diesem Hotel steht ein alter Destillationsofen zur Gewinnung von Geranienessenzen. Diese Produktion ist auch heute noch ein Verdienst-Standbein der Bevölkerung. Von hier aus planten wir die Besteigung und Umrundung des letztmalig im Dezember 2006 ausgebrochenen Vulkans Piton de la Fournaise. Als wir am nächsten Tag zeitig zur Wanderung starteten, fuhren wir total in den Nebel. Doch schon beim Abstieg in die Caldera lächelte die Sonne.

Im wahrsten Sinne des Wortes führte unsere Wanderung über Stück und Stein - sprich unterschiedlichste Lavaarten, wie Kissenlava, Stricklava, und an rauchenden Fumarolen vorbei zum Vulkankegel. Bei dieser Tour waren wir nicht allein. Viele Urlauber, ob geologisch interessiert oder nicht, hatten ihre Freude an dieser einmaligen Vulkanlandschaft.

Nach diesen 2 Nächten in Vulkannähe fuhren wir wieder zurück zur Ringstraße, um das nächste Quartier an der Vulkanküste in Le Baril zu beziehen. Hier legten wir zwei ruhigere Tage ein und genossen das Meeresrauschen und bis zu 4m hohe Wellen unmittelbar unter unserem Hotelfenster.

Die Juniordame des Hauses sprach deutsch und konnte unsere vielen Fragen über das Leben auf der Insel beantworten. Während wir vom Hotel in Le Baril die nähere Landschaft mit der wunderbaren Fauna genossen und die Bekanntschaft eines Chamäleons schlossen, träumten wir schon von den 400 Kurven auf 35 km Länge nach Cilaos, einen der 3 großen Cirques der Insel.

Und wahrhaftig, es müssen wohl so viele Kurven sein! Und wie die einheimische Bevölkerung fährt!! Unser Herzschlag erhöhte sich nicht nur wegen der umwerfenden Landschaft ... Cilaos selbst ist ein kleiner hübscher Ort mit vielen gut restaurierten, kreolischen Häuschen. Unser Hotel gefiel uns bestens.

In Cilaos spürten wir das erste Mal etwas von der Regenzeit. Kurz und heftig regnete es. Hinterher quollen zwischen den Bergen die Dunstwolken hervor. Überhaupt ist das Sonnen-/Wolkenspiel auf La Réunion sehr interessant. Morgens bis ca. 10 Uhr erscheint der Himmel blau und sonnig und mit einem Schlag sind die Wolken da!

Nach einer imposanten Wanderung durch den Urwald mit Flechten, Orchideen und den einzigen Eichen der Insel und einem faszinierenden Blick auf den Cirque de Cilaos löschten wir heute unseren Durst mit dem berühmten Cilaos-Wein. Den Kauf der typischen Cilaos-Linsen unterließen wir - 1 kg kostet 10,00 €! Interessant ist das Stickereimuseum. Jetzt versteht man, wie wertvoll diese Handarbeit ist.

Von unserem Hotel in Cilaos hatten wir einen herrlichen Blick auf den höchsten Berg der Insel, den Piton de Neiges - entweder im Sonnenschein glänzend oder leider wolkenverhangen. Für eine Wanderung zur Spitze sollten 2 Tage vorgesehen werden, so dass wir von einer Besteigung absehen mussten.

Und wieder ging es durch ca. 400 Kurven, nur dieses Mal abwärts zur Ringstraße nach St. Gilles les Bains. Unser Hotel war bedeutend größer für die letzten 4 Nächte, jedoch keine Bettenburg. In diesem Strandurlaubsort spürten wir schon die Nähe der Hauptstadt St. Denis. Dieser Strand lädt zum Baden ein im Gegensatz zu den Steilküsten in anderen Bereichen der Insel. Viele Großfamilien nutzen das Wochenende, um im Schatten der Vilaosbäume zu picknicken.

Ein ganzer Ausflugstag in die Hauptstadt St. Denis reicht nicht aus, um die liebenswerten Gassen und Plätze zu erkunden und zu genießen.

Den Höhepunkt unseres Inselurlaubs stellte der 45-minütige Helikopterflug über die Insel dar. Dieses Highlight sollte sich jeder gönnen. Erst aus dem Helikopter erkennt man die Schönheit und Eigenart dieser "Insel der Sinne" in vollem Umfang.

Auf die Minute genau erschien am letzten Urlaubstag unser Transferbus und brachte uns in rasanter Fahrt auf der Küstenstraße zum Flughafen. Mit vielen schönen Erlebnissen und Eindrücken kehrten wir nach Leipzig zurück.

Ein großes Lob möchten wir dem Reiseveranstalter "Blue Ocean Travel", Herrn Alexander Herold und seinem Team für die perfekte Organisation und Betreuung aussprechen. Sollte es für uns ein "zweites Mal" einen Urlaub auf La Réunion geben, dann wird unser Ansprechpartner wieder "Blue Ocean Travel" sein.

Erika & Gerhard

Piton d´Engchaing

Wald bei le Baril

Chamäleon

Piton de la Fournaise

Piton de la Fournaise

Strasse nach Cilaos

Cilaos

 
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