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Madagaskar wurde früher von Tierforschern auch Lemuria
genannt. Das Wort "Lemur" bedeutet
in der römischen Mythologie soviel wie „die
nächtlich umherschweifenden Seelen oder Geister der
Verstorbenen“.
Biologisch gelten die Lemuren als die nächste lebende
Entsprechung des Urtiers, aus dem die Primaten einschließlich
des Menschen, hervorgingen. Dass die Lemuren überleben
konnten, verdanken sie der Tatsache, dass sich die Fauna
Madagaskars nach der Zerbrechung des Urkontinents Gondwana isoliert
entwickelt hat. Außer der Frettkatze haben die Lemuren
keine Feinde .
Auf Madagaskar leben mehr als 32 Arten von Lemuren. Sowohl
die größte (Indri) wie als auch die kleinste
Lemurenart der Welt (Microcebus) sind für Madagaskar
endemisch. Eine neue Bambuslemurenart „Hapalemur
aureus“ wurde 1987 von einem deutschen Biologen
namens Bernhard Meier entdeckt.
Das mehrstimmige Konzert der Indris, die Tanzshow der
Sifakas oder das kollektive Kuscheln der Kattas (Ringelschwanzmakis)
gehören zu den Highlights einer jeden Wanderung in
den madagassischen Wäldern und Nationalparks.
Die Lemuren sind seit einigen Jahren wegen der galoppierenden
Waldzerstörung in Madagaskar vom Aussterben bedroht.
Wir als Reiseveranstalter versuchen in Kooperation mit unserem
Partnern auf der Insel den naturverträglichen Tourismus
zu fördern. Besichtigungen und Wanderungen in den Nationalparks
stehen bei unseren Programmen im Mittelpunkt. Die Hälfte
der Einnahmen der Nationalparks geht in die Kasse der umliegenden
Dörfer. Durch diese Maßnahmen wird die einheimische
Bevölkerung dafür sensibilisiert, den Wald und
die dort lebenden Tiere zu schützen.
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