|
18. Juli bis 01. August 2004
Wir wollten niemals auf die
Malediven! Sicherlich sind die Inseln ein traumhaftes
Ziel, da wir uns aber zu den Touristen zählen,
die nicht den ganzen Tag auf der Liege liegen und
auch - bis
dahin - nicht tauchen, war uns klar: das ist
nichts für uns.
Von Blue Ocean Travel - mit
denen wir schon im November 2002 die Seychellen besucht
hatten - wurde uns die Kombination Malediven /
Dubai angeboten bzw. empfohlen und nach etwas Bedenkzeit,
haben wir uns schließlich auch dafür
entschieden.
Der Flug von München nach
Male ging mit der Emirates über
Dubai. Wir wussten schon von unsrem Sri Lanka Urlaub
1999, dass Emirates eine fantastische Airline ist.
Und so war es auch jetzt wieder.
Auf der Suche nach
einem Vertreter von Blue Ocean Travel, wurden wir
am Flughafen Male von einem freundlichen Mitarbeiter
von Hotelplan begrüßt. Hotelplan
war der vor Ort für uns zuständige Veranstalter.
Wir wurden zu einem bereitstehenden Motorboot der
Insel Dhigufinolhu / Palm Tree Island begleitet.
Nach ca. 45 Minuten Fahrt kamen wir auf unserer Urlaubsinsel
im Süd Male
Atoll an. Hier wurden wir vom Manager Herrn Leutzinger
mit kühlen Handtüchern
und kalten Cocktails in Empfang genommen.
Für
die 10 Nächte unseres Aufenthaltes bezogen wir
unseren geräumigen
Bungalow auf der Westseite der Insel Dhigufinolhu.
Jeder Morgen begann mit dem traumhaften Blick aus
unserem Bungalowfenster auf weißen Korallensand
und türkis glitzerndes Meer - ein
Traum.
„Dhigu“ ist die
Hauptinsel der Palm Tree Islands. Sie ist über
Stege mit den Inseln Veligandhu Huraa und Bushi verbunden.
Bushi ist die Versorgungsinsel, auf der auch die Tauchschule untergebracht ist.
Die anderen 3 Inseln sind reine Touristenresorts.
Auf Boduu Hura befinden sich
die Wasserbungalows. Diese Insel gefiel uns nicht
so gut. Wir sind zu der Erkenntnis gekommen, dass
ein Wasserbungalow im Hinblick auf seine Lage ( umgeben
von anderen Bungalows) gar nicht so toll ist. Wir
haben es da mit unserem tollen Ausblick und seinem
Zimmer in schöner
Vegetation besser angetroffen.
Veligandhu Huraa ist
auch eine vegetativ sehr schöne Insel. Und von
Außen
betrachtet sind dort die Bungalows wohl noch geräumiger.
Dennoch sind wir froh, auf Dhigu zu wohnen.
Sie ist die einzige Insel, die mitten in der Lagune
liegt und die deshalb auch als einzige in einem 15
minütigen
Spaziergang am Wasser umrundet werden kann.
Den Gästen
steht ein angenehmes, passives Animationsprogramm
zur Verführung. „Passiv“ heißt,
dass kein Gast von der Liege geholt wird.
Schnorcheleinweisungen, Schnorcheltouren, Gymnastik,
Kanus, diverse Sportarten, Bootstouren zu Delfinschwärmen
und die nachmittägliche Tea-Time an
der Bar wird kostenlos angeboten. Gegen Gebühr
kann man Tauchen, Katamaran segeln und verschiedene
Ausflüge
machen.
Abends wird ein wechselndes
Unterhaltungsprogramm in der Bar geboten, dazu gehören
u.a. Videos von den Inseln über und
unter Wasser. Die tollen Filme sind von Jörg
Aebi gemacht, der auch die Tauchschule auf Bushi
leitet. Wir nehmen an einem Schnuppertauchen teil,
bei dem wir feststellen, dass wir unter Wasser gut
klarkommen. So machen wir schließlich auch
zwei Tauchgänge
mit, die uns Anfänger natürlich nicht in
die Tiefe bringt, die die erfahrenen Taucher ansteuern.
Dennoch ist es ein großartiges Erlebnis,
bei dem wir wunderschöne Fischschwärme,
Wasserschildkröten
und auch Haie sehen.
Das Essen ist sehr gut! Es gibt
ausgiebige Büfetts am Morgen, sowie am Abend.
Auf Wunsch kann auch Vollpension gebucht werden.
Es schmeckt wirklich ausgezeichnet, wenn wir für
uns auch bedauern, dass man der Küche an merkt,
dass ein Schweizer Küchenchef und sein Team
die Speisen für den europäisches
Klientel zubereitet. Wir hätten gerne mehr einheimische
Küche gehabt,
anstatt „Black Forrest Ham“ und „Cheese
Spätzle“. Aber natürlich
gab es durchaus einheimische Speisen, d.h. viel Fisch
und wechselnde Currys.
Neben dem Hauptrestaurant gibt
es weitere Restaurants auf den Inseln, in denen man
(gegen Aufpreis) alternative Angebote wahrnehmen
kann, z.B. Fischfondue oder das Barbecue unter Palmen
auf Veligandhu, welches in unserem Fall wegen unbeständigem
Wetter in das Asia Restaurant verlegt wurde. Bisher
unerwähnt
ist die quasi 5. Insel der Lagune. Die künstliche
Insel „Alcatraz“.
Sie liegt am Riff und ist so ideal zum Schnorcheln.
Wer nach Alcatraz möchte,
muss am Pavillon eine weiße Fahne hissen. Daraufhin
kommt ein Boot von Bushi und setzt einen über.
Der Rückweg
funktioniert genau so.
Der Juli, der Monat in dem
wir dort waren, zählt noch zu den Wintermonaten.
Wir hatten daher sehr angenehme Temperaturen mit
leichtem Wind. Es hat aber zwischendurch auch mal
geregnet und die letzten drei Tage unseres Besuches
waren ausgesprochene Regentage, an denen sich die
Sonne nur kurz zeigte. Dann ist es auf den Malediven
etwa fad. Aber so viel uns der Abschied nicht so schwer.
Herr
Leutzinger half uns bei der Organisation unseres
Besuches in Male, den wir am Abreistag absolvierten.
Wir ließen uns etwas früher zum Flughafen
bringen, deponierten unser Gepäck bei der Gepäckstelle
und setzten für einen Doller / Person nach Male über.
Der Abflug von Male nach Dubai war wieder sehr angenehm.
Während
der Ausdruck unseres Reisplanes, dem wir die Leistungen
unserer gebuchten Reise entnehmen konnten, auf den
Malediven den Transfer vom Flughafen zum Hotel und
zurück explizit auswies, war bei Dubai diesbezüglich
keine Information angegeben. Wir hatten uns drauf
eingerichtet, dass wir den Weg zu unserem 5 Sterne
Hotel „ Grand Hyatt“ selbst organisieren
müssten. Aber das sollte ja nicht so schwer
sein. Umso positiver war dann die Überraschung,
als eine Dame von Arabian Adventures mit einem Schild
sahen, auf dem unsere Namen standen! Man zeigt uns
freundlich den schier endlosen Weg durch die Passkontrolle
und Gepäckausgabe und begleitete uns nach erfolgreicher
Bewältigung dieser auch zu einem Taxi. Und dort
war es dann soweit: Hitzschlag!! 38 Grad und 80%
Luftfeuchtigkeit um 22:00 Uhr.
Schon lange hatten wir uns darüber
Gedanken gemacht, ob wir die richtigen Klamotten
dabei hätten.
Christian wollte kurz vor der Abreise sogar noch
Hemd und Krawatte einpacken, damit wir nicht underdressed
in Dubai sind. Zugegeben, als wir bei der Ankunft
im Hotel in Latschen und durch geschwitztem T-Shirt
von einem netten Herrn mit weißen Handschuhen
begrüßt wurden,
war uns auch nicht wohl, aber es zeigte sich schnell,
dass das gigantische Hotel sowohl auf Geschäftsleute,
wie auch auf den „gemeinen“ Touristen
ausgerichtet ist. Badekleidung ist zwar nur im
Poolbereich angebracht, aber Hemd /Krawatte ist nicht
erforderlich.
Das Hotel muss man erlebt haben.
Ich weiß nicht,
was diesem Hotel fehlt, dass es nicht auch 7 Sterne
hat, wie das berühmte Burj al Arab. Das
Grand Hyatt - so sagte uns der Taxifahrer -
ist seit 2003 geöffnet
und ist mit das beste Hotel der Stadt. Unser Standard-Doppelzimmer
hat jedenfalls 3 Telefone (eins davon auf der Toilette),
in der Eingangshalle und auch in den Aufzügen
kann man das Blattgold an den Decken bewundern und
zu den frisch gebackenen Frühstückswaffeln
kann man sich die warme, italienische Schokolade
aus einen Schokoladenfonthaine schöpfen.
Es ist wirklich beeindruckend.
Wir machen eine Wüstensafari,
die uns nach der abenteuerlichen Fahrt über
die Dünen der Wüste in ein Camp führt,
in dem alle Klischees eines Arabien-Urlaubs
bedient werden: Kamel reiten, Wasserpfeife rauchen,
Henna-Tattoo
und Bauchtanz. Es ist eine gelungene Mischung, wenn
er nur nicht so heiß wäre!
Die Stadtrundfahrt
zeigt einige Facetten des sehr westlich orientierten
Dubais, einer Stadt vieler Superlativen. Wo vor einigen
Jahren noch Wüste war, schlängeln
sich jetzt gut ausgebaute Stadtstraße mit üppigen
Grünstreifen,
deren automatische Bewässerung für die
hohe Luftfeuchtigkeit in der Stadt verantwortlich
ist. Die neuen Gebäude sind beeindruckend, der
Gold-Souk
ist ein kleiner Stadtteil mit ausschließlich
Goldgeschäften und es
gibt für jeden Geldbeutel ein Einkaufszentrum.
Leider
ist unser Aufenthalt hier viel zu kurz, um sich ein
genaueres Bild dieser Stadt zu machen, die ihr Gesicht
in den kommenden Jahren weiter massiv verändern
wird.
Auch unsere zweite Reise mit
Blue Ocean Travel war sehr gut zusammengestellt und
organisiert. Die Kombination aus Badeurlaub im Paradies
und Städtetour
in einer imposanten Metropole mit arabisch angehauchtem
Flair, ist sehr gelungen. Ein
herzliche Dankeschön an Herrn Herold
und seinem Team!
Wir haben erneut einen Traumurlaub
mit Blue Ocean Travel verbracht.
Sonja & Christian
|