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02. - 10. April 2007
Anantara Resort & Spa
So, nun schreibe ich einen weiteren
Reisebericht, den nunmehr siebten (3x White Sands
/ AriBeach, Kandooma, Velidhu, Holiday-Island). Diesmal
ging es auf eine neue bzw. umgebaute Insel Anantara
Resort & Spa
- vorher hieß sie Palm Tree/Dhigufinolhu im
Süd
Male Atoll.
Die Insel wurde aufgrund des
Tsunami bis September 2006 total um- und neu aufgebaut
- wie sich bei unserem Besuch im April herausstellen
sollte, zu einer absoluten Trauminsel.
Wir - Karin, mit der ich nun
schon 5 mal im Paradies war und ich - haben im Januar
auf Malediven.net ein wenig herumgesucht um uns ein
Bild zu machen, wohin die Reise dieses Jahr gehen
sollte und sind relativ schnell auf Anantara gestoßen.
Wir entschlossen uns daraufhin unseren diesjährigen
Urlaub dort zu verbringen und fingen an uns nach
entsprechenden Angeboten umzusehen. Im Reisebüro
vor Ort hat die Dame uns einen Preis für 7 Tage
für zwei Personen von über 7.000 € herausgesucht,
was uns dann doch ein wenig zu teuer war, angesichts
der doch relativ kurzen Aufenthaltsdauer.
Also suchten
wir weiter, Thomas Cook (zu teuer und über
Ostern ausgebucht), Neckermann (über Ostern
ausgebucht) usw. usw. usw. Als wir fast schon aufgeben
wollten, fanden wir mehr durch Zufall den Reiseveranstalter
Blue Ocean Travel, dort angefragt, bekamen wir auch
die Auskunft, daß es leider über Ostern
sehr schlecht aussieht, aber die nette Dame - Frau
Angelika Hahn - hat uns angeboten, alles zu unternehmen,
um vielleicht doch noch irgendwo was zu machen. Nach
drei ewigen Tagen dann die Antwort: "Wenn Sie über
Doha-Quatar fliegen kann ich etwas für Sie tun". Wir
nicht lange überlegt und zugesagt. So kam dann
ein Angebot für einen Aufenthalt vom 02. - 10.
April für einen sehr guten Preis: 5.400 € für
einen 138qm Deluxe Strandbungalow inkl. Flug, Transfer
und Halbpension zustande. Ab nun hieß es wieder
Tage zählen 80.... 60..... 30.....10.....2 und
los geht es.
Am 02. April geht es endlich
los, 22:30 geht unser Flug vom Terminal 2 in München,
Francy (unser "Großer")
und dessen Freundin Jenny brachten uns zum Flughafen.
Wir sind beide wieder total aufgeregt und freuen
uns so sehr zumal wir die Bilder auf Malediven.net
noch im Gedächtnis hatten. Nach viereinhalb
sehr komfortablen Economy Flugstunden mit Quatar
Airways – tolles Essen, sehr guter Service,
viel Platz, eigenes Entertainement am Platz – landeten
wir in Doha/Quatar, dort hatten wir drei Stunden
Aufenthalt, in denen wir uns im Duty free, raumhoch
gefließten, vom Rauch der Zigaretten völlig
vergilbten Raucherraum und Café des Flughafens
herumtrieben. Tipp: für Raucher ist Doha ein
Paradies, die Stange Zigaretten mit 10 Schachteln
a 20 Zigaretten kosten dort 11 $, ja richtig gehört
11 $.
Dann endlich um ca 8:15 Ortszeit
ging es weiter nach Male, nach weiteren ca. 4,5 Stunden
Flugzeit setzte das Flugzeug langsam zum Landeanflug
an und wir konnten endlich wieder - nachdem wir die
letzten Male über Colombo von der anderen Seite
her - über die Atolle einschwebten und
es machte sich wieder dieser unverwechselbare "Frosch
im Hals" bemerkbar, der wird wohl nie vergehen!
Wir saßen beide mit der Nase an der Scheibe
und genossen dieses Erlebnis in vollen Zügen.
Landung, aussteigen 32 ° Sonne, Meergeruch, hmmmm
endlich wieder Zuhause!
Nach den Zoll- und Einreiseformalitäten
erwartete uns schon der sehr freundliche Resortmanager
vor der Tür und bot uns an, bis das Speedboat
hier wäre noch einen Kaffee im neuen Airportcafe
direkt vor der Ankunftshalle zu trinken. Wir genossen,
einigermaßen fertig, die Sonne in vollen Zügen
bevor es dann auf die ca. 20 minütige Reise
zum Anantara Resort & Spa ging. Dort angekommen
wurden wir von einem Bodu Beeru Trommler und kalten
Getränken empfangen. Gleich ging es auf`s Zimmer,
wo die Check-in Formalitäten und ein kurzer
Rundgang durch die herrlich und sehr großzügig
gestalteten Räume des Deluxe Beach Bungalows
(dem inneren eines Dhonis nachempfunden) erledigt
wurden. Der Bungalow ist mit allem ausgestattet,
was man sich vorstellen kann, Flat-TV (unnötig
im Urlaub!) DVD Player, Phillips-Bose Stereoanlage
(mächtiger Bass - haben wir nur einmal
angemacht, wer keine CD/DVD’s mit hat, kann
sich kostenlos welche ausleihen und sogar brennen
lassen!) Kühlschrank, Klima-mit FB, Deckenventilator,
Fön, Bademäntel, Strandtücher (wurden
täglich gewechselt), Kaffeemaschine mit Kaffee,
Milch und Kaffefilter usw., Wasserkocher für
Tee und löslichen Kaffee (alles in reichlicher
Anzahl vorhanden und täglich aufgefüllt),
zwei Duschen (eine megatolle Outdoordusche und eine
im Open-Air Bad), zwei Waschbecken, eine riesige
Badewanne (dort kann man sich auch zu dritt reinsetzen)
usw. usw. alles, das was den Urlaub unvergeßlich
macht. Jeder Bungalow - wir hatten die Nummer
22 direkt neben dem Steg mit ca. drei Minuten Fußweg
zum Restaurant - hat eine große Terrasse
mit zwei Liegen und einem separaten großem
Liegebett, einen Sonnenschirm und zwei weitere Liegen
direkt am Strand, zu dem man vom Bungalow aus keine
20 Meter mit direktem Zugang zum Indischen Ozean
hat. Der Strand ist wie im Bilderbuch, feinster weißer
Sand, wie Puderzucker! Die Lagune vor dem Bungalow
lädt zum Abkühlen ein und man will gar
nicht mehr aus dem Wasser, so herrlich warm ist es.
Ich hatte zwar mein Schnorchelzeug dabei, konnte
es aber leider wegen der fehlenden Fische nicht nutzen-
es soll jedoch ein Hausriff geben, an dem es alle
erdenklichen Fische gibt, ich habe diesmal aber die
Ruhe und Erholung mit Karin vorgezogen und meine
Schnorchelsachen eingepackt gelassen. Am Strand schwammen
täglich 8-10 kleine
Schwarzspitzenhaie und zwei kleine Rochen herum.
Also
nach dem Einchecken nichts wie rein in die Badesachen
und um ca. 16:00 Uhr nochmal ins Wasser, dafür
lohnt es sich das ganze Jahr zu arbeiten und sich
zu freuen... einfach traumhaft! Um die Bungalows
herum gibt es - anders als in einigen
Reiseberichten zuvor bemerkt - sehr viel Grün!
In der direkten Umgebung gibt
es vier weitere Inseln: Bodu Hura (eine offensichtlich
gern von Italienern benutze Insel mit Wasserbungalows
und Beach Bungalows), Veligandhu (eine absolute First
Class Insel, dort darf man nur drauf, wenn man auch
dort Gast ist!) eine sehr kleine Insel (ca. 50 Meter
im Durchmesser) kann für eine Nacht oder mehr gebucht werden,
sollte man das Robinson Feeling suchen. Bushi, eine
weitere Insel dient dem Personal der Inseln als Unterkunft
und beherbergt die eigene Sandgewinnung, Stromgeneratoren,
Müllverbrennung und Werkstätten). Die in
früheren Berichten erwähnten Stege sind
bis auf einen zwischen Bodu Hura und Veligandhu in
dessen Mitte das Thai Restaurant Baan Huraa ist,
verschwunden. Es geht jedoch alle 20 Minuten ein
Boot zum Transfer auf die Inseln.
Sowohl das Essen im
Baan Huraa als auch in den anderen ist ohne jeden
Kritikpunkt zu sehen, und einfach toll, während
man im Baan Huraa a la Card essen kann gibt es im
Fushi Restaurant (Hauptrestaurant) immer Buffet in
großer Auswahl und alles schmeckt
einfach lecker! Die Preise sind recht happig, für
eine Flasche Wasser 5 $, zwei Gläser Wein 17
$, einen Club Sandwich 18 $, Cola 4 $..... aber das
wurde alles wett gemacht durch die traumhafte Kulisse,
den Suuuper Service, die freundlichen Mitarbeiter
- überall
und von jedem hörte man ein "How ist your
day, enjoy your Stay....". Leider hatten wir
jeden Tag einen anderen Kellner, der sich aber dann
sehr um uns kümmerte und uns jeden Wunsch förmlich
von den Lippen abgelesen hatte.
Am 5. Tag merkten wir dann,
daß die Uhr in
unserem Bungalow um eine dreiviertel Stunde vor ging,
da wir am Tag zuvor im Baan Huraa für Abends
19:00 Uhr einen Tisch reserviert haben und nach unserer
Uhr "pünktlich" um 18:45 losgingen
und uns vom Boot ins Baan Huraa bringen ließen.
Als wir im Restaurant ankamen, war noch alles dunkel
und wir wunderten uns schon warum die Angestellten
vor der Tür stehen und alles dunkel war, wenn
doch schon die "ersten" Gäste da waren,
auf Nachfragen beim Kellner bekamen wir die Auskunft,
daß das Restaurant erst um 19:00 geöffnet
wird, wir sahen uns fragend an, in der Auffassung
es müsste doch schon viertel nach 7 sein. Der
Kellner meinte aber, ob wir uns trotzdem ins Restaurant
setzen wollten und bis zur Öffnung einen Cocktail
trinken wollten. Als der Cocktail dann gebracht wurde
fragte ich den Kellner, wieviel Uhr es denn sei...
worauf der dann Antwortete, daß es ca. 18:30
sein müsste..... AHA, also waren wir zu früh,
toll... das kann auch nur uns passieren, aber was
solls wir sind im Urlaub und genossen den Abend bei
einem tollen Thailändischen Essen.
Unser Roomboy Hassaan kam zwei
mal am Tag und hat unseren Bungalow aufgeräumt, die Betten täglich
neu bezogen und uns mit ausreichend Wasser, Kaffee
und Milch für den Tag versorgt.... Der Bungalow
war immer so sauber, daß man ohne Schwierigkeiten
vom Boden hätte essen können. Täglich
wurden auch sämtliche Handtücher gewechselt!
Im Bad gibt es auch Duschgel, Shampoo, Spülung
und normale Seife im Überfluß.
Im April gibt es laut einiger
Wettertabellen 3 Tage Regen, wir hatten leider zwei
davon erwischt, was bei einem Aufenthalt von 7 Tagen
schon fast ein Drittel ausmacht, aber auch an den
beiden Tagen war es schön
warm. Am zweiten Tag unseres Aufenthaltes zog langsam
am Horizont eine schwarze Wolkenwand auf, die sich
wenig später in einem orkanartigen Sturm verwandelte
und unseren Sonnenschirm wegfegte und ihn zerstörte,
am nächsten Tag stand aber schon ein neuer da
- soviel zum Service! Am dritten Tag unseres Aufenthaltes
regnete es den ganzen Tag durch und hörte erst
am vierten Tag früh auf, es wurde aber sofort
wieder heiß - was ich auf den Malediven
eben so liebe - und die Sonne brannte unerbittlich
den ganzen Tag, wie auch die letzten Tage. Wir mußten
uns immer wieder im herrlich warmen Wasser abkühlen,
wenn man von abkühlen sprechen kann!
Aber leider
war auch unser Urlaub im Paradies diesmal wieder
vieeeeeeeel zu schnell vorbei und wir mußten
mit Tränen in den Augen die Heimreise antreten!
Wir durften am letzten Tag
noch bis 17:30 auf der Insel bleiben und uns trotzdem
- die Check-out Time ist um 12 Uhr - bis 17:00
Uhr im Zimmer aufhalten und alles nochmal in vollen
Zügen
genießen.
Wasser, Sonne, Strand und alles andere. Aber die
Kofferjungen kamen trotzdem unaufhaltsam näher
und um 17:35 war es dann soweit und wir mußten
nun endgültig gehen! Wir waren beide sehr wortkarg
und ruhig, ich hatte einige Tränen in den Augen-
wie immer, wenn wir das Paradies verlassen müssen.
Am
Flughafen angekommen, ging alles sehr schnell und
nach einem letzten traumhaften Sonnenuntergang und
einem letzten Kaffee in Hulule ging es dann leiiiiiiider
heim..... Wir haben uns vorgenommen, nächstes
Jahr wieder hier her zu kommen, dann wieder mit Dennis
und Francy, aber leider vergeht wieder soooo viel
Zeit bis dahin und ich habe jetzt gerade ein paar
Tränen in den Augen während ich das hier
schreibe, denn mit den letzten Worten des Reiseberichtes
schließe ich auch diese Reise wieder ein wenig
mehr ab....
Wir freuen uns auf‘s nächste
mal und sehen uns täglich die Bilder an und
fliegen in Gedanken zurück, dorthin wo es jetzt
drei Stunden später ist als hier, also halb
zwei Nachmittag und die Sonne gerade ihren Höhepunkt
am Himmel hinter sich hat und die Menschen erwärmt,
die im Paradies sind – A N A N T A R A ! Sollte
jemand in den nächsten Tagen auf Anantara fahren,
bitte grüßt von uns sehr herzlich Khila
Bhattarai, das ist der Security guard der Insel.
Liebe
Grüße an alle Malediven-Infizierten
Karin
und Joachim.
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