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La Réunion / Mauritius - Reisebericht von Familie Sommer

15. Juli - 05. August 2005

Wir buchten in diesem Jahr bei Blue Ocean Travel unsere Urlaubsreise nach Réunion und Mauritius. Bereits vor acht Jahren hatten wir die Insel Mauritius besucht und bei dieser Gelegenheit näheres über Réunion erfahren.

Da wir uns über Reiseführer, Zeitungen und Internet schlau gemacht hatten, kamen wir mit genauen Vorstellungen zu Blue Ocean Travel. Das Reisebüro konnte diese Vorstellungen gut umsetzen.

So flogen wir also im Juli los, von Frankfurt/Main mit Air Mauritius unserem Ziel entgegen. Eine angenehme Fluglinie mit etwas mehr Beinfreiheit auch für die "Holzklasse", gutem Essen und Bildschirme im Vordersitz.

Nach 12 Stunden endlich Landung in Mauritius und nach kurzem Aufenthalt weiter nach Réunion, nur 20 Flugminuten entfernt. Leider war das Wetter bei der Landung nicht so gut, so dass wir wenig von der Insel im Anflug sahen.

La Réunion

Am Flughafen übernahmen wir den von Deutschland aus gebuchten Mietwagen und fuhren zu unserem Urlaubsort in den Bergen: Cilaos. Wir mussten uns beeilen, da es bereits um 18.00 Uhr dunkel wird und eine Straße vor uns lag, welche einen Höhenunterschied von 1500 m überwunden musste, d.h. auf einer Länge von 30 km erwarteten uns - laut Reiseführer und Dame vom Mietwagenservice - 420 Kurven!!

Ich habe nach der 10. Kurve aufgehört zu zählen. Der Anblick, als wir die Einfahrt zu diesem Tal erreichten, war einfach überwältigend! Neben der Straße, ein zu dieser Zeit ausgetrocknetes Flußbett, mit einer Breite und Felsbrocken übersät, welches erahnen lies, was für gewaltige Kräfte hier wirken können. Auf der anderen Seite strebten die Berge steil und grün himmelwärts. So fuhren wir die steile, gewundene Straße hinauf, nach jeder Kurve neu staunend über diese gigantische Landschaft. Leider blieb uns in diesem Moment wenig Zeit, denn es begann zu dunklen. Leitplanken waren Fremdwörter, auch wenn es neben der Straße 500 m abwärts ging.

Kurz vor Einbruch der Dunkelheit fanden wir unser Hotel Le Viex Cep in Cilaos. Das Hotel war einfach, sauber, freundlich, mit guter Küche und - ganz entscheidend zum dortigen wandern - ein idealer Ausgangspunkt für viele schöne Touren. Das Personal spricht überwiegend französisch, unser Zimmer mit Balkon mit grandiosem Ausblick! Und Heizer, da es besonders in den Abendstunden empfindlich kühl werden kann. Wie gesagt, der Ausblick auf 3000 m hohe Bergwände um uns herum, weiße Wolkenfetzen schwappten wie süßer brei von der anderen Seite über die Gipfel und die Sonne strahlte!

Nach einem französischen Frühstück und dem Besuch des Touristenzentrums, welches im Ort liegt (die Dame dort spricht sehr gut Englisch und hat unter anderem eine hervorragende Wanderkarte im Angebot) starteten wir zu unserer ersten Tour, zu einem der zahlreichen Wasserfälle. Die Wanderwege sind sehr gut ausgeschildert.

Ein absolutes Muss ist die Wanderung zum Vulkan, jedoch sehr wetterabhängig. Bei unserem 1. Versuch, wir starteten bei strahlendem Sonnenschein, selbst an dem ersten Aussichtspunkt schien noch die Sonne, kamen wir zum Gipfel und es regnete horizontal! Der Vulkan selbst war nicht zu sehen (obwohl wir direkt davor standen). Man sollte auch ziemlich früh am Morgen starten, je nach Übernachtungsort ist es bis zum Parkplatz ein ganzes Stück zu fahren und von dort bis zum Gipfel 4 Stunden zu Fuß!

Interessant ist auch die Küstenstraße im Westen mit den Lavafeldern. Überhaupt ist das Wetter auf dieser Insel sehr wechselhaft, aber mehr von Ost nach West. Die Insel besteht gewissermaßen aus drei großen Kesseln, ist in dem einen schönes Wetter, so sind im Nachbartal garantiert Regen und Wolken. Also unbedingt versuchen, Wetterbericht des örtlichen TV anzusehen. Stimmt ziemlich.

Da wir nicht die absoluten Wandervögel sind, umrundeten wir die Insel auch mal mit dem Auto. Achtung, Rush Hour ist nachmittags garantiert, zwischen St. Leu und St. Louis. Auch nett shoppen kann man, z.B. in St. Pierre.

Ideal ist diese Insel für Freunde von großen Bergtouren, die Landschaft ist einfach atemberaubend! Wir trafen viele Wanderer, welche mit Zelt, oder von Herberge zu Herberge (Adressen und Tel. Nr. auf besagter Wanderkarte) von Tal zu Tal zogen.

Will man viel von der Insel sehen, sollte man sich ein Fahrzeug mieten, denn der Weg zum Hotel, wenn in den Bergen gelegen, ist nicht zu unterschätzen und es wird früh dunkel. (Keine Straßenbeleuchtung auf den Straßen in die Berge).

Mauritius

Es war wie bereits erwähnt unser 2. Urlaub auf Mauritius. Vor acht Jahren waren wir das 1. Mal dort. Seit dem hat sich viel getan. Die Industrie, vor allem Textilindustrie, hat sich stark entwickelt und das Land auch moderner gemacht, es gab nun plötzlich große Einkaufscenter, Fast Food Ketten, usw. Doch es gibt auch noch die unberührten Strände oder die rauhen Küstenstreifen im Süden, aber auch die typisch indischen Dörfer abseits der Touristengebiete, Tempel und Natur.

Die Infstrastruktur hat sich stark verbessert, aber trotzdem Vorsicht, die Fahrräder und Mopeds sind nach wie vor schwer beladen, fahren auf dem Highway meist ohne Licht.

Unser ausgewähltes Wunschhotel Le Canonnier (Nordwesten) war wegen Renovierung leider nicht verfügbar, so hatten wir das Le Victoria im Nordwesten gewählt. Ein schönes, gepflegtes, sehr sauberes Hotel mit großen Zimmern. Da unser 17jähriger Sohn mit war, hatten wir dieses Hotel wegen des großen inklusiven Sportangebotes gewählt. Leider war das Personal bei der Surfschule sehr unmotiviert, im Gegensatz zum übrigen Personal.

Zum Glück gibt es viele Ausflugsziele und natürlich tolle Strände! Wir nutzten den Fahrradverleih, hatten ein Auto gemietet und so schauten wir uns viel von der Insel an. Z.B. das Hinterland, die bunte Erde, die Südhälfte und natürlich Port Louis mit der neu und schön errichteten Shoppingzeile Waterfront. Man sollte sich aber auch mal ins Getümmel Richtung China Town stürzen und einen Blick in die - mit alten Material und Werkzeug überfüllten - kleinen Werkstätten und Geschäfte werfen. Aber geben Sie auf Ihre Sachen gut acht!

Zurück im Hotel kann man an sauberen großen Poolanlagen relaxen, das Essen ist gut und sehr reichlich, das Personal hier mehr als aufmerksam. Die abendliche Unterhaltung war nicht so überwältigend, aber da wir darauf nicht aus waren, haben wir es auch nicht vermißt. Vermißt haben wir viel mehr Aktivitäten für Jugendliche wie Disco oder Sportveranstaltungen oder ähnliches. Billard, Flipchart und ähnliche Spiele waren nur gegen Gebühr möglich. Bei einem gehobenen Hotel eigentlich unverständlich. Lediglich eine Tischtennisplatte war ohne Gebühr zur Verfügung.

Der Transfer klappte pünktlich und reibungslos.

Alles in allem ein sehr schöner Urlaub, trotz drei Wochen wie immer zu kurz! Abschließend würde ich sagen: wer nicht so viel am Strand liegen will und grüne Berge mag, sollte zwei Wochen Réunion buchen und eine Woche Mauritius zum Relaxen und Shoppen (Factoryshops der Textilindustrie).

Jetzt dauert es wieder eine Weile, doch Blue Ocean Travel hat sicher noch mehr tolle Ziele und Meer im Angebot. Unser Dank gilt Frau Ryll für die gute Betreuung trotz "nur" telefonischer Beratung und Buchung, hat alles super gepasst! Danke!

Familie Sommer

 
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