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Wie die Naturgeschichte verlief auch die menschliche Historie
von Rodrigues parallel zu der von Mauritius. Den Arabern
war Rodrigues als Dina Noraze, Ostinsel, seit Jahrhunderten
bekannt. (Die Westinsel, Dina Arobi, war Mauritius.)
1502
erschien sie erstmals auf portugiesischen Seekarten. Aber
erst 1528 hielt der in portugiesischen Diensten stehende
Seefahrer Diego Rodriguez es für angebracht, sich
das einsame Fleckchen Erde einmal genauer anzusehen.
Erst 1725 begann die dauerhafte Besiedelung von Rodrigues:
mit 8 Soldaten und 13 Bauern aus Frankreich sowie 15 afrikanischen
Sklaven. Die langsam wachsende Bevölkerung lebte vom
Mais- und Reisanbau, von der Rinderzucht und von der Versorgung
der Frachtsegler, die auf dem Weg nach Indonesien hier
Station machten.
1810 diente die Insel einer englischen
Invasionsarmee unter General Abercrombie als Sprungbrett
für die Eroberung
von Mauritius. So blieben die beiden Inseln weiterhin beisammen
- fortan unter britischer Flagge.
Seit der Unabhängigkeit bildet
Rodrigues die 10. Provinz der Republik Mauritius. Sie wird
von einem Sekretär verwaltet, der einem eigenen Ministerium
für Rodrigues untersteht.
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