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04. Mai bis 18. Mai 2002
Am 4. Mai 2002 ging´s nach viel zu langer
Wartezeit auf den heissersehnten Urlaub endlich los.
Mit Air Seychelles von München über Rom
nach Mahe. Viel braucht man dazu nicht sagen, die
paar Stunden Flug nimmt man ja gerne für einen
tollen Urlaub in Kauf, noch dazu, wenn der Service
im Flugzeug so gut ist wie in diesem!
Schon vor der Landung steckten
wir die Köpfe natürlich
fleissig in Richtung Fenster, man konnte schon von
oben das türkise Wasser erkennen, die grüne
Insel mit dem doch recht hohen Bergen - die Vorfreude
wuchs! Dann endlich am Flughafen kam der Hammer -
die Hitze, das waren wir natürlich nicht gewohnt
aber man passt sich schnell an und schließlich war
das ja einer der Gründe warum man dorthin wollte.
Durch die Kontrollen ging´s
recht zügig,
das Gepäck war auch schnell da und vor der Flughafentür
wurden wir schon erwartet. Jerry von Blue Ocean Travel
nahm uns in Empfang und spendierte erst mal einen
kühlen Drink, gab uns ein paar wichtige Tips
sowie den genauen Reiseplan inkl. der Flugtickets
nach Praslin.
Dann hat er uns noch zum Check-In gebracht, den
man sich aus europäischer Sicht kaum vorstellen
kann - klein aber funktionell. Am witzigsten fand
ich, dass die beiden Passagiere vor uns nicht nur
ihr Gepäck wiegen sondern auch selbst auf die
Waage mussten.
Nach 15 interessanten Minuten waren wir in Praslin,
dort wurden wir vom bestellten Taxi schnellstmöglich
zur Fähre nach La Digue gebracht. Auch hier
muss man sagen - toller Service - der Taxifahrer
hat sich gleich noch darum gekümmert, dass wir
unsere Tickets für die Fähre bekommen.
Eigentlich war das ja schon alles Urlaub und nicht
nur Anreise - tolle Umgebung - nette Leute! Die Fähre
brauchte dann 30 Minuten bis La Digue, der Seegang
war nicht ohne. Vom Hafen bis zur empfohlenen Paradise
Flycatcher Lodge waren es dann noch ca. 10 Minuten
mit dem originellen Ox-Cart.
Wir hatten wohl das Glück, den einzigen Renn-Ochsen
der Insel zu erwischen. Unser netter und witziger
Fahrer gab alles und überholte (!) sogar alle
anderen, die unterwegs waren - sehr zu unser aller
Belustigung - obwohl Speed auf dieser Insel absolut
kein Thema ist.
Die Lodge - absolut das, was wir gesucht haben:
familiär,
sauber, geräumig - Essen klasse und sehr nahe
an unserem Traumstrand Source Argent und L´Union
Estate. Halbpension - sehr nützlich und zu empfehlen
Wir haben dort die wohl schönsten Tage unseres
Urlaubs verbracht, die kleine heimelige Insel, auf
der man fast alles zu Fuss machen kann (oder mit
dem Fahrrad), hat uns absolut in ihren Bann gezogen.
Schnorcheln, Fahrradfahren, Wandern - all das in
einer traumhaften Umgebung bringt Entspannung pur.
Wenn man dann noch das Glück hat, beim Schnorcheln
eine Schildkröte zu sehen oder eine frische
Kokosnuss zu geniessen - was will man mehr.
Die Tage vergingen natürlich viel zu schnell -
wir mussten weiter nach Praslin ins Casa de Maestro
und es traf uns wie ein gewaltiger Kulturschock. Hier
fahren ja Autos und Busse - und überhaupt ist
viel mehr los als auf La Digue. Natürlich war
uns das vorher klar, aber man muss das erst mal verdauen,
wenn man sich so in die kleine Insel verliebt hat
wie wir.
Eingewöhnt hatten wir uns aber selbstverständlich
sehr schnell. Zur Unterkunft - einfach, preisgünstig,
sauber - absolut o.k. für jeden der kein steriles
4-Sterne Luxus Hotel haben möchte. Essen sehr
gut!
Der erste Weg führte uns natürlich zum
angeblich schönsten Strand der Welt - Anse Lazio.
Wir haben uns entschieden, mit dem öffentlichen
Bus (TATA) zu fahren.
Die Fahrt kostet 3 Rupien (Taxi 150 Rupien) und
ist ein absolutes Muss (!), am besten fährt man mal
beide möglichen Strecken (Anse Boudin und Zimbabwe
via Consolation) - ist teilweise schon fast abenteuerlich,
wie man mit diesen sehr oft vollen Bussen Steigungen
von 30% erklimmt.
Von der Endstation geht´s denn zu Fuss 10
Minuten in Richtung Strand und man wird für
seine Anstrengungen wirklich belohnt. Fantastischer
Sand, herrliches Wasser wenig Menschen und für
den kleinen Hunger zwischendurch ein schön in
die Landschaft eingefügtes Restaurant mit sehr
guten Speisen (der Vanilleshake ist hervorragend!).
Ausserdem muss man auf Praslin natürlich das
Vallee de Mai gesehen und durchwandert haben. Ebenso
sehenswert die Anse Volbert, im Berjaya Beach Resort
kann man gut und günstig essen.
Absolutes Highlight unseres Praslin Aufenthaltes
war aber der Ausflug mit dem Boot nach Cousin, Curieuse
und St. Pierre. Für alle, die ein wenig Interesse
an der Natur und den Inseln haben, sollte dieser
Ausflug zwingend vorgeschrieben werden.
Die Vögel und Riesenschildkröten auf Cousin
sind zusammen mit der sehr interessanten Führung
erst der Anfang eines traumhaften Tages. Nach dieser
Inselführung durch das Vogelreservat ging´s
weiter nach Curieuse zum Mittagessen.
Barbecue am Strand mit gegrilltem Barracuda, Chicken
und jeder Menge Gemüse und Salat. Die Angestellten
haben sich wie gewohnt auch hier sehr viel Mühe
gegeben und wir haben uns gerne und reichlich gestärkt,
bevor wir auch über diese Insel geführt
wurden. Mangroven, Riesenkrabben, Rochen, tolle Felsformationen,
Schildkröten - all dies gab´s wieder zu
beobachten.
Die 3. Station war dann St. Pierre - eigentlich
gar keine Insel sondern ein Steinhaufen im Meer,
aber zum Schnorcheln ein Paradies. Den Kopf unter
Wasser und die Fische waren zu sehen in allen Farben
und Mustern. 45 Minuten sind eigentlich viel zu wenig.
Die letzten 3 Tage verbrachten wir dann im Coral
Strand auf Mahe. Toll um sich langsam wieder an die
Zivilisation zu gewöhnen. Es ist alles da was
man als vermeintlich braucht - fast schon zu viel.
Essen vom Buffet, Pool, Liegestühle das waren
wir nicht mehr gewöhnt.
Wir entschlossen uns 2 Tage mal richtig faul zu
sein und nur die Sonne zu geniessen und einen weiteren
Tag im Auto
über die Insel zu düsen.
Unsere wichtigsten Stationen waren hier natürlich
erstmal Viktoria, der Markt, Small Big Ben etc. dann
die Anse Royal zum schnorcheln und zum essen in´s
Kaz Kreol, zur Orchideenfarm
über die San Souci Road zurück - das nimmt
den ganzen Tag in Anspruch und ist unbedingt sehenswert.
Ja - und dann war der Urlaub zu Ende - leider.
Traumurlaub, bei netten, hilfsbereiten Menschen,
tollem Wetter und natürlich herrlicher Natur!
Wir werden sicher nochmals dort hin reisen!
Thomas & Diana
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