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Seychellen - Reisebericht von Corinne & Steve

Nach reibungslosem Flug in halbleerem Flieger wurden wir am Morgen des 01.05.2003 von der charmanten Mandy von Blue Ocean Travel am Flughafen empfangen. Die Übernahme des Mietwagens (Jeep) und die Fahrt zu unserer 1. Unterkunft klappte ebenso easy, allerdings sind die letzten 2 km zum Anse Soleil Beachcomber recht haarig, es sind teilweise nur schmale Spuren für die Reifen geteert, wenn dann noch jemand entgegen kommt....

Das Anse Soleil Beachcomber ist wunderschön gelegen, wir können die Superior Bungalows empfehlen (wir hatten Nr. 10, ist der am wenigsten einsehbare), die Standardbungalows liegen nahe am Restaurant und haben eine Terasse zum Gehweg. Unsere Terasse lag dagegen überdacht direkt über den Felsen mit Blick auf den Strand, die Brandung war auch nachts wunderbar zu hören.

Leider kam am ersten Nachmittag schlechtes Wetter, ein Cyclone-Ausläufer, so daß wir die für den 02.05. geplante Hochzeit verschieben mußten. Wir haben den verregneten 2. Tag in Victoria verbracht, ab dem 03.05. wurde das Wetter dann schön und wir konnten am 05.05. bei Sonnenschein am Strand getraut werden.

Die Trauung ist kurz und schmerzlos, aber wir wollten das auch so. Das Hotel hatte den Bereich schön geschmückt, außer das ich falsch unterschrieben habe und versuchte, den Ehering meines Mannes auf dessen Mittelfinger zu stecken, hat alles gut geklappt.

Mandy hatte die Terminverschiebung auch mit dem bestellten Fotografen im Vorfeld geklärt, so daß der 36 wirklich schöne Fotos von uns am Strand gemacht hat.

Das Hochzeitsessen hatten wir im Thailändischen Restaurant des Banyan Tree Hotels gebucht, super lecker, das Hotel hat uns sehr gut gefallen, allerdings wahnsinnig teuer.

Das Abendessen im Anse Soleil fanden wir durchschnittlich, das Restaurant am Strand direkt neben dem Hotel war dagegen super, da haben wir täglich zu Mittag gegessen (schließt leider abends).

Empfehlenswert auf Mahe war für uns im nachhinein die Fahrt bis hoch nach Port Launey entlang der Westküste, der Besuch des dortigen Wasserfalls bei Port Glaud und der etwas beschwerliche Weg zur Petite Anse, der Nachbarbucht zu unserem Strand. Wir waren dort über Stunden völlig alleine.

Negativ fiel uns eine generelle Tendenz zur "Vermüllung" auf, die meisten Strände, auch die ohne Hotels, selbst unser Hotelstrand, hatten doch eine Menge Plastikflaschen und sonstigen Müll rumliegen, der auch von den Hotelbesitzern nicht regelmäßig entfernt wurde. Wir hatten den Eindruck, daß dieser Müll oft von den Einheimischen hinterlassen wurde, wenn die Sonntags zum Picknick z.b. zur Anse Soleil anrückten.

Des weiteren möchten wir vom Hotel Lazar Picault abraten. Wir waren dort einmal essen und habe uns den ganzen Abend mit einer völlig lustlosen Bedienung rumgeärgert, mußten ewig auf wirklich schlechtes Essen warten und um dem ganzen noch ein I-Tüpfelchen aufzusetzen, hat man versucht, uns bei der Rechnung um zuviel Geld zu erleichtern. Zumindest als Nicht- Halbpension-Hotelgast ist dieses Resort und Restaurant nicht zu empfehlen!

Absolut reibungslos verlief der Transfer nach La Digue, mit dem Helicopter. Für uns war es der erste Helicopter Flug und wir waren hin und weg. Der Flug war super, keine Absacker wie in den Propellormaschinen aber dafür grandiose Sicht. Das Mehrgeld lohnt sich auf jeden Fall, insbesonder für den Transfer Mahe - La Digue, wo man ja ansonsten mit Flugzeug und Fähre anreisen müßte. Uns hat der Transfer insgesamt vielleicht 1 h gekostet.

Wie immer perfekt organisiert, wurden wir am Helipad La Digue bereits erwartet und ohne Zwischenfälle zum Hotel Patatran an der Nordspitze La Digue's gebracht. Das Hotel stellte sich ebenfalls als gute Wahl heraus, nicht zu spartanisch aber auch nicht luxuriös, dafür wie schon auf Mahe ein super Ausblick. Die davor liegende Anse Patates ist wunderschön, wenn auch klein, die ganze Nord-Ostküste fanden wir super.

Die 4 Tage haben wir damit verbracht, die tollen Strände abzufahren, zuerst entlang der schönen und noch einsamen Ostküste (ich bin sicher, daß hier in den nächsten Jahren Resorts entstehen werden), dann zur Anse Source d'Argent und zur Grande Anse / Anse Coco. Ich denke, die Anse Coco ist die schönste der schönen Strände, aber sie sind alle wahnsinnig schön.

Auf Grund mangelnder Alternativen (im benachbarten L'Ocean Restaurant war die Hälfte der Speisekarte "aus", das Hotel war wohl nicht gut gebucht) haben wir jeden Abend im Hotel gegessen, es gab z. T. Buffet und war nicht schlecht. Leider bietet La Digue diesbezüglich recht wenig Auswahl, zumindest wird ein Cafe am Hafen momentan neu gebaut. Für den Hunger zwischendurch gab es einen Takeaway Laden direkt beim Pier, der war nicht schlecht.

Die Strände sind immer noch wunderschön, für unseren Geschmack waren zuviele Pickups unterwegs und generell entwickelt sich La Digue mehr und mehr zu einem zweiten Praslin. Ist wohl der Lauf der Dinge.

Hotelmäßig ist meiner Meinung nach das Patatran eine gute Wahl, die Island Lodge ist sehr teuer und vom Eindruck her (wir hatten nur den Poolbereich gesehen) bereits etwas abgewohnt. Alle anderen Unterkünfte liegen mehr landeinwärts, so daß man die schönen Meerblicke leider nicht bekommt.

So brachen unsere letzten 5 Tage an und wir freuten uns sehr auf den Transfer (wieder Heli) und den Aufenthalt im absoluten Luxusresort "Frégate Island Resort". Bereits der Empfang mit kalten Eukalyptus-Waschlappen hat uns begeistert, erinnert an Asien. Generell ist das Resort eine andere Welt, muß es wohl auch sein, bei dem Preis.

Um es vorwegzunehmen: Wir haben es nicht eine Sekunde bereut, dort die letzten 5 Tage gebucht zu haben, sicherlich ist ein Preis-Leistungsverhältnis bei dem Tagespreis schlecht als gut oder nicht gut zu definieren, fest steht aber, es ist etwas ganz besonderes.

Wir waren wahrscheinlich die "ärmsten" Gäste auf der Insel, trotzdem wurden wir wie Könige behandelt. Kein Warten an der Rezeption zum Einchecken, das wurde sehr unkompliziert in der Villa erledigt. Es wird einem jeder Wunsch erfüllt, so weit es irgendwie möglich ist.

Das Essen war wahnsinn und man konnte zu jeder Tages- und Nachtzeit bestellen, in der Villa, oder vielleicht an einen der Strände, whatever you want. Außer Cocktails und Alkoholika war alles inklusive, an jedem Strand steht eine Eisbox mit gekühltem Wasser...,

Die Preise für Alkoholika sind angepaßt an das allgemeine Preisniveau, wir haben trotzdem jeden Abend eine Flasche Wein getrunken, auf die 70 USD pro Flasche kam es dann auch nicht mehr drauf an.

Die Villa selbst war traumhaft, der Blick auf das türkisfarbene Meer unbeschreiblich, man muß es gesehen haben.

Am letzten Tag konnten wir unsere Villa bis 17.00 h bewohnen, um 17.30 h gings zurück nach Mahe, wo Mandy von Blue Ocean Travel wie gewohnt zuverlässig auf uns wartete, diesmal mit den Bildern von unserer Hochzeit und dem Wedding Certificate.

Wir sind dann noch ins Pirate Arms gefahren, um die letzten Stunden vor dem Abflug angenehm zu gestalten und bereits in ersten Erinnerungen an unsere Reise zu schwelgen, und dann wars auch schon soweit, ab in den Flieger (der Gott sei Dank wieder recht leer war) und 9 h später sind wir bei 4 Grad (!) in Frankfurt wieder gelandet.

Die Organisation über Blue Ocean Travel war einwandfrei, man fühlte sich wirklich als VIP, unsere Hauptansprechpartnerin Mandy war sehr charmant, zuverlässig und einfach goldig. Da es uns generell in die Region "Indischer Ozean" zieht, werden wir sicherlich wieder einmal eine Reise über Blue Ocean Travel buchen.

Highlights neben Frégate war sicherlich die Helicopter Transfers, die wunderschönen Strände von La Digue und - ach ja - Unsere Hochzeit natürlich.

Corinne und Steve

Anse Coco

Anse Coco

Anse Coco

Anse Soleil

Anse Soleil Beachcomber

Hochzeit

Hochzeit

Frégate

Frégate

Frégate

Frégate

 
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