|
Unsere Flitterwochen im Paradies
- so nennen ja die Einheimischen ihre Inseln - waren
wirklich sehr schön. Die Seychellen sind wirklich
ein Traumziel und es lohnt sich, diesen wunderbaren
Stück
Erde sich mal anzuschauen. Schon im Vorfeld hat die
Reiseorganisation von "Blue Ocean Travel" uns
beeindruckt, alles war gut durchgedacht. Die Reiseunterlagen
kamen in einem kleinen Päckchen zu uns nach
Hause, inkl. eines sehr guten Reiseführer, verschiedenen
Karten und Ausflugsvorschlägen, eines Weckers
und Pflaster! Eine kleine Taschenlampe wäre
noch notwendig gewesen: um 18.30 Uhr wird es dunkel
und auf den Inseln gibt es meistens keine Strassenbeleuchtung.
Auf den Seychellen kommt man wunderbar mit der englischen
oder französischen Sprache zu recht, da alle
diese Sprachen zusätzlich zu der kreolischen
Sprache in der Schule lernen (dort gibt es übrigens
Schulpflicht und man legt sehr viel Wert aufs lernen;
die Schulen werden auch als Sehenswürdigkeiten
den Touristen vorgeführt). Das tropische Klima
schlägt einem natürlich am Flughafen entgegen
und man fühlt sich zuerst wie in einem Gewächshaus,
aber man gewöhnt sich schnell daran. Es gab
nur einzeln ein paar Mücken, das Essen kann
man sorglos geniessen, ohne dass man Magenschmerzen
bekommt. Die Leute sind zunächst etwas reserviert,
aber wenn man selbst Kontakt aufnimmt, sind sie freundlich
und hilfsbereit.
Der Linienflug von München nach Mahé war
angenehm (obwohl wir trotz des Kissens und der Decke
nicht richtig schlafen konnten), das Essen gut und
die Betreuung an Bord gut.
Bei Ankunft in Mahé haben wir gleich Matthew
(unser Reiseleiter vor Ort) getroffen. Leider gab
es Probleme mit dem Transferflug von Mahé nach
Praslin. Dieser war zwar bestätigt aber nicht
gebucht und wir konnten nicht mitfliegen.. Matthew
hat sich dann sehr bemüht, für uns baldmöglichst
einen Flug zu bekommen; dies klappte aber erst gegen
11.00 Uhr. Matthew ließ uns aber nicht allein,
sondern leistete uns Gesellschaft und erzählte
Einiges über die Seychellen. Auch Cyril (auch
Reiseleiter vor Ort) haben wir kennengelernt - wir
waren über seine guten Deutschkenntnisse sehr
beeindruckt. Endlich in Praslin angekommen waren
wir natürlich sehr müde (nach 18 Stunden),
aber mit dem Transfer ins Casa de Maestro hat alles
gut geklappt.
Vom Casa de Maestro waren wir
zunächst nicht überzeugt;
mit einer einfachen Unterkunft hatten wir ja gerechnet
aber nicht damit, dass das - renovierungsbedürftige
- Badezimmer und der Kleiderschrank nicht sauber
waren! Am Abend kam auch Mariona (unsere Reiseleiterin
auf der Insel Praslin) vorbei (sie war schon in der
Früh da gewesen, aber zu diesem Zeitpunkt waren
wir noch am Flughafen in Mahé) und wir haben
ihr das Zimmer gezeigt. Mariona hat dann mit der
Lady vom Hotel gesprochen und sie hat am nächsten
Tag selbst das Zimmer mit Desinfektionsmitteln geputzt.
Diese Lady war etwas zurückhaltend, aber wenn
wir um etwas gebeten haben (z.B. um eine Taschenlampe
für einen Abend für einen späten Spaziergang),
hat sie uns immer geholfen. Was aber wirklich stimmte:
die sehr gute Küche! Der 19jährige Koch
Ricky hat leckere Fischgerichte jeden Abend zubereitet,
die immer verschieden und phantasievoll waren. Nach
dem wir Hochseeangeln waren und einen selbstgefangenen
Thunfisch mitgebracht haben, hat er uns auch diesen
vorbereitet - mit Kokosnusssauce, versteht sich.
Die kreolische Küche ist wirklich sehr gut aber
man muss Fisch und Kokosnuss mögen!
Ricky hat
uns auch gelegentlich bedient und immer vorher erzählt,
welchen Fisch es an dem Abend gibt. Außerdem
haben wir von ihm viel vom Leben auf den Seychellen
gelernt. Wir hoffen, dass Ricky seine Ausbildung
erfolgreich im Jahr 2006 beenden wird und wir ihn
als Manager in Zukunft irgendwo wieder treffen werden.
Der Mietwagen auf der Insel Praslin gratis zu haben
war zwar nett, aber da das Busfahren auf der Insel
so spannend - und günstig: SR 3 - ist, dort
nicht unbedingt notwendig.
Das Hochseeangeln war ein Abenteuer
für sich.
Dafür mußten wir aber um 5.30 Uhr am Freitag
aufstehen, da es schon um halb sieben losgehen soll.
Der Tag war bewölkt und sehr windig (etwa 7
Windstärken..). D.h. ich saß dann teilweise
mit sehr blassem Gesicht im Boot und sah einige Meter
hohen Wellen beängstigt zu.. Aber Jens hat einen
Kingfisch (18 kg), einen grossen Bonito (8 kg) und
noch zwei kleinere sowie zwei Thunfische geangelt!
Auf
Praslin befindet sich auch das Nationalpark Vallee
de Mai, welches wir besucht haben. Wir sind dort
im Urwald gewandert und wunderten die Coco de Mer
Palmen - davon gibt es weibliche und männliche
und diese wachsen nur auf zwei Orten auf der ganzen
Welt.
Mit dem Transfer vom Hotel zum
Flughafen Praslin sowie vom Flughafen Mahé zum
Hotel klappte dann wieder alles, aber der Linienflug
von Praslin nach Mahé hat aufgrund der schlechten
Wetterbedingungen auf Mahé Verspätung.
Die Romance Bungalows wiederum waren tatsächlich
im wunderschönen
tropischen Garten gelegen und unser Zimmer dort war
ganz wunderbar. Ausserdem hatten wir eine grosse
Terrasse. Vom Hotelmanager Thomas wurden wir auch
ganz herzlich bei Ankunft begrüßt und
aufs Zimmer begleitet. Vom Strand Beau-Vallon waren
wir nicht so angetan (von unserer ersten Schnorchel-Tour
dort kamen wir auch SR 50,- armer zurück, da
ein Bedürftiger sich aus unserer Badetasche
bedient hatte); Mahé war auch nicht so sauber
wie Praslin. Auf Mahé nahmen wir uns dann
das Angebot an, einen Taxi inkl. Fahrer für
einen Tag zu mieten. Unser Fahrer Francois ist mit
uns dann rund um die Insel gefahren und alles Sehenswertes
gezeigt. Von ihm haben wir auch gelernt, dass Mahé ein
großer Garten ist: fast alle Bäume dort
tragen irgendwelche essbaren Früchte wie Mangos,
Papayas, Brotfrüchte und über 20 verschiedene
Sorten von Bananen. Es gibt also auf Mahé Einiges
zu sehen und auch einige sehr schöne Strände.
Und Francois hat uns auch erzählt, wie man Coconougat
macht (lecker..)!
Aber alle drei Insel, die wir
gesehen haben (auf La Digue – sehr klein -
haben wir einen Tagesausflug gemacht und dort das
Schnorcheln das erste Mal probiert) sicherlich ihren
eigenen Reiz; Praslin war halt unser Favorit.
Von Mahé aus haben wir
noch einen Tagesausflug ins Meeresschutzgebiet zum
Schnorcheln gemacht, inkl. einem Barbecue (natürlich
mit gegrilltem Fisch, leckerem Salat und Knoblauchbrot)
auf einer kleinen Insel Cerf. Einer von unserem achtköpfigen
Team behauptete sogar einen kleinen Hai gesehen zu
haben und Jens ist sich sicher, dort eine Schildkröte
gesehen zu haben.
Der Transfer vom Hotel zum Flughafen
Mahé und
Rückflug zurück nach München über
Frankfurt war wieder problemlos - nur mit ein bischen
Wehmut verbunden, dass wir das wunderbare Klima und
die schönen, bunten Fische im türkisfarbenen,
kristallklaren Wasser verlassen mußten... Die
Unterwasserwelt ist wirklich sehr schön.
Vielleicht ergibt sich irgendwann wieder die Möglichkeit,
das Paradies wieder mal zu besuchen... wir fangen
am besten gleich zu sparen an!
Marjaana & Jens
|