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Praslin - La Digue - Mahé
01. Dezember bis 17. Dezember
2004
Nach unserer Ankunft auf dem
internationalen Flughafen von Mahe wurden wir bereits
erwartet und sehr freundlich von Cyril - einem Blue
Ocean Travel Mitarbeiter - in
Empfang genommen. Er begleitete uns direkt
zum Domestic Airport und war ebenfalls beim
Einchecken behilflich. Anschließend erwartete
uns der kurze 15-minütige Weiterflug nach Praslin,
der wegen der geringen Flughöhe sehr interessante
Perspektiven bot.
Auf Praslin angekommen erwartete
uns bereits wieder ein freundlicher Mitarbeiter,
der uns in das schon bereit stehende Taxi setzte,
welches uns zu unserem Hotel brachte. Wir entschlossen
uns nach umfassender Beratung durch das Blue Ocean
Travel Team die Insel auf eigene Faust mit einem
Leihwagen zu erkunden. Da Praslin klein und übersichtlich
ist waren 3 Tage völlig ausreichend
um die schönsten Strände und Buchten zu besuchen.
Zum Schwimmen und Schnorcheln bestens geeignet ist
hier die im Norden der Insel wunderschön gelegene Anse
Lazio. Abgesehen vom schönen weißen Sandstrand,
der von einigen Palmen und anderen Bäumen gesäumt
wird, findet man hier glasklares Wasser und 2 Strandrestaurants.
Ebenfalls schön gelegen ist die Cote d´Or
mit der Anse Volbert. Hier befinden sich einige Hotels.
Eines auch auf einer kleinen vorgelagerten Insel,
die bei Ebbe erwatet werden kann.
Einer der Höhepunkte unseres Aufenthaltes auf
Praslin war ein Tagesausflug zur Insel La Digue.
Hier kann man ohne große Probleme die schönsten
Stellen der Insel mit dem Fahrrad erkunden, welches
einem direkt am Hafen von den Einheimischen angeboten
wird. Der Preis für die Tagesmiete beträgt
hier 100 Rupien oder 7,50 €, kann aber saisonal
schwanken. Entgegen der Aussagen der Reiseführer
werden hierfür auch noch Rupien akzeptiert.
Mit dem angemieteten Fahrrad kann im Süden der Insel
zunächst die Union Estate erreichen. Hier ist ein
Eintrittspreis von 4 € (alternativ 2 USD) pro
Person in harten Devisen zu entrichten.
Es lohnt sich aber in jedem
Fall, denn der weitere Weg führt vorbei an einem
alten Friedhof und einem Schildkrötengehege
vorbei zu einem Strand, der aus einer Filmkulisse
zu stammen scheint.
Der Anblick des Anse d’ Argent erscheint einem
direkt unwirklich mit seinen imposanten Felsformationen
und denen sich zum Wasser reckenden Palmen mit der
Nachbarinsel Praslin im Hintergrund. Der Strand dürfte
vielen aus diversen TV-Werbespots bekannt sein. Es
ist keine Kulisse! Es gibt ihn wahrhaftig!
Weitere schöne Strände, die ebenfalls
als Vorlage für eine Fototapete geeignet wären,
befinden sich vom Hafen aus in nördlicher Richtung.
Der Weg um die Inselnordspitze
herum bis zu einem am Hang gelegenen Restaurant mit
einigen Zimmern und einem Abstieg zu einen sehr kleinem
aber schönem
Strand lohnt sich. Im weiteren Verlauf erscheint
einem die Ostküste der Insel im direkten Vergleich
zum bisher gesehenen eher karg.
Auf der Rückfahrt
zum Hafen lohnt auch noch ein Abstecher durch eine
kleine Wohnsiedlung mit abwechslungsreichen und farbenprächtigen
Häuschen der Inselbewohner. La Digue sollte
man wirklich gesehen haben.
Zurück auf Praslin darf natürlich ein
Besuch des Valee des Mai nicht fehlen. In Anbetracht
des Eintrittpreises von 15 € pro Person würde
ich den Besuch jedoch nur Botanikfreunden empfehlen,
die auf den Anblick der einzigartigen Coco des Mer
in freier Natur nicht verzichten wollen.
Nachdem wir die Insel Praslin ja schon mit dem Leihwagen
gründlich erkundet haben, vertrauten wir uns
in den letzten Tagen auch dem öffentlichen Personennahverkehr
an. Für 3 Rupien pro Person kann man jede beliebige
Haltestelle auf der Insel erreichen und lernt Land
und Leute auf eine ganz andere Weise kennen. Vertrauen
in die Fahrkünste der Busfahrer und die
Bremsanlage der Fahrzeuge sollte man jedoch mitbringen.
Nach dem einwöchigen Aufenthalt
auf Praslin wechselten wir auf die Hauptinsel Mahe
mit seiner kleinen Inselhauptstadt Viktoria.
Das
touristische Zentrum befindet sich hier am Beau Vallon
Strand. Ein schöner Strand an dem zahlreiche
Hotels liegen. Hier werden die Touristen häufig
von einigen Einheimischen angesprochen um schwarz
Geld zu tauschen. Der Kurs ist verlockend, aber das „Geschäft“ sicher
nicht ohne Risiko. Hier muss jeder für sich
selbst entscheiden ob das illegale Geld tauschen
einem die Sache wert ist.
Im Allgemeinen begegnen
die Einheimischen den Touristen gegenüber sehr
freundlich und sind keinesfalls aufdringlich. Mahe
ist sicher eine abwechslungsreiche Insel mit sehr
schönen Stränden im Südwesten
und Nordwesten.
Die Erkundung der Insel mit dem Leihwagen sei in
jedem Fall zu empfehlen. Der Fahrer sollte sich aber
auf die Straße konzentrieren.
Besonders interessant in Viktoria ist ein Besuch des Marktes und der sich anschließenden
kleinen Fußgängerzone. Hier herrscht besonders am Samstagvormittag
reges Treiben.
Am frühen Abend lohnt sich
der Besuch des „Pirates Arms“ in
Viktoria, wo man sowohl viele Einheimische und Touristen trifft. Hier kann man
zu moderaten Preisen ein Bier genießen oder
auch speisen.
Auch
ein kurzer Besuch des Hafens von Viktoria ist immer
einen kleinen Umweg wert.
Die Bergstraße „Black
Forrest Road“ sollte man ebenfalls befahren
haben. Es gibt bei klarem Wetter immer wieder sehr
schöne Ausblicke auf
die Küstenregionen.
Alle drei von uns besuchten
Inseln haben ihren ganz besonderen Charme und sind
allesamt eine Reise Wert. Die Kombination von mehreren
Inseln kann von uns uneingeschränkt empfohlen
werden.
Im Vergleich mit anderen Reisezielen,
wie zum Beispiel auch in der Karibik, würden wir
die Seychellen unter Berücksichtigung der Landschaft
und der Bevölkerung klar auf Platz 1 setzen.
Nur zu empfehlen, aber leider auch nicht ganz billig!
Albrecht & Beate
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