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Seychellen - Reisebericht von Jana & Manfred

09. Oktober bis 23. Oktober 2004

Schon die Ankunft auf den Seychellen war beeindruckend. Wir überflogen die verschiedenen Inseln, die von oben einfach sensationell ausschauen. Nach der Ankunft auf Mahé holte uns ein Mitarbeiter von Blue Ocean Travel ab und brachte uns zum Weiterflug nach Praslin.

Nach Praslin fliegt man mit einer kleinen Propellermaschine, von der aus man noch einen viel besseren Blick auf die Inseln hatte, da diese Flugzeuge nicht so hoch fliegen. Auch auf Praslin empfing uns eine Mitarbeiterin und organisierte die Überfahrt nach La Digue. Generell kann man sagen, dass das Organisatorische von Blue Ocean Travel super geklappt hat und der Urlaub schon stressfrei los ging.

La Digue
Diese Insel ist absolut zum Verlieben. Durch Ihre Größe ist alles sehr übersichtlich und man fühlt sich sofort wohl, wenn man einen ruhigen stressfreien Urlaub sucht. Hier geht alles gemäßigt zu und die Einheimischen vermitteln auch eher den Eindruck „nur keine Hektik“.

Als erstes fällt auf, dass sowohl Einheimische wie auch Urlauber ausschließlich mit dem Fahrrad unterwegs sind. Also haben auch wir uns Fahrräder ausgeliehen. Die Vermietungen gibt es überall und man sollte nicht mehr wie 5,- € fürs Rad pro Tag ausgeben. Die Fahrräder sind in Ordnung und die Straßen auch. Nur die Höhenunterschiede können manchmal zu schaffen machen und man braucht auch etwas Mut, um die steilen Straßen wieder runter zufahren, aber auch das machte Spaß.

Unsere Hauptbeschäftigung war es, nach dem Frühstück unseren Rucksack zu packen und zu einem der tollen Strände zu fahren. Davon gibt es auf La Digue ausreichend und einer ist schöner als der andere. Unser Favorit war allerdings Anse Source d’ Argent. Ein Strand wie aus der Werbung. Blendend weißer Sand, azurblaues Wasser und Palmen mit Kokosnüssen. Und wir waren fast allein.

Nach ein paar Tagen planten wir bereits unseren nächsten Urlaub auf La Digue, so überwältigt waren wir. Man brauchte nur ruhig im Wasser zu liegen, was man aufgrund der Temperaturen gern tat, und die neugierigen Fische kamen näher. Mit Blick auf den Strand und die Felsformationen, für die La Digue ja auch bekannt ist, fühlten wir uns wie im Paradies. Noch paradiesischer wurde es dann beim Abendessen.

Blue Ocean Travel hatte uns die wahrscheinlich kulinarisch am besten ausgestattete Pension der Insel empfohlen. Wir hatten auch im Reiseführer nur gutes über die Pension Michel gelesen und es stimmte alles. Das Essen, als kreolisches Buffet, absolut Top und die Zimmer sehr sauber.

Das Personal immer mit einem Lächeln und dadurch fühlten wir uns in dieser Pension sehr wohl. Auf La Digue sollte man unbedingt Schnorchelsachen und Kamera dabei haben (wir haben fast 200 Bilder entwickeln lassen). An den meisten Stränden kann man super Schnorcheln und sieht von Minihaien, Napoleonfischen und Schildkröten alles. Leider sind aber auch hier die Korallen geschädigt.

Einen Ausflug sollte man auf alle Fälle nach Coco Island und Félicité machen. Wir haben Kofferfische, Doktorfische und Anemonenfische gesehen. Erstere in großen Schwärmen, wenn man sich etwas von den anderen Menschengruppen entfernt. Unser Bootsführer meinte, er zahlt uns eine Million €, wenn wir keine Schildkröten sehen würden. Natürlich sahen wir dort einige. Es ist ein tolles Gefühl. Wie in einem riesigen Aquarium. Unser Tipp ist, auf alle Fälle einen Trip nach Coco Island zu machen!

Leider gingen die ersten 7 Tage viel zu schnell vorbei und ein bisschen wehmütig nahmen wir Abschied. Die Überfahrt mit dem Boot nach Praslin verhieß dann auch nichts gutes, da der Wellengang doch einige Übelkeit auslöste.

Praslin
Auf Praslin wurden wir dann ins La Vanille gebracht. Wir buchten das Hotel, weil es hieß, dass es in einer abgelegen wunderschönen Bucht liegen würde. Das stimmte auch und wir freuten uns auf die letzte Woche.

Praslin ist völlig anders als La Digue. Hier fahren Autos und Busse (bei Regen können manche Straßen nicht befahren werden) und es geht alles etwas schneller, aber die Menschen sind genauso freundlich.

Tipp: Nehmen Sie sich lieber ein Taxi, wenn Sie schnell irgendwo hin möchten. Fahrpläne gibt es teilweise keine und wenn doch, nützt das auch nichts, da die Busse fahren wie ihre Fahrer das wollen. Taxis sind relativ preiswert. Aber handeln Sie vorher den Preis aus.

Die Vegetation auf Praslin ist unglaublich. Gehen Sie unbedingt in den Vallee de Mai Nationalpark, denn dort sehen Sie die tollsten Pflanzen dicht beieinander. Am beeindruckensten ist natürlich die Coco de Mer. Es gibt Hibiskusblüten, die selbst in Italien nicht schöner sein könnten.

Leider hatten wir in der zweiten Woche Pech mit dem Wetter und es regnete 3 Tage fast ununterbrochen und wie aus Kübeln. Selbst das Hotel deckte sich mit Regenschirmen ein. Wir waren glücklich, dass wir, einem Reisebericht folgend, Ohrstöpsel eingepackt hatten, denn man konnte es bald nicht mehr mit anhören. Wenn Regen auf Blechdächer fällt (üblich auf den Seychellen) dann nervt es irgendwann. Dieser Tipp nun auch von uns.

Im Hotel hatten wir dann auch noch das „Glück“, dass sie scheinbar ihren Koch entlassen hatten und das Essen schmeckte wie Tiefkühlkost. Nach dem Super Essen in der Pension Michel waren wir sehr enttäuscht. Aber da brauchten wir uns wenigsten keine Sorgen machen zu zunehmen. Konnte man eigentlich sowieso nicht, da unser Hotel, wie bereits erwähnt, abgelegen lag und die Busse normalerweise auch nur 3x täglich fuhren und wie wir dann feststellten bei Regen überhaupt nicht.

Also mussten wir von der Baie St. Anne bis Anse La Blague eine Stunde laufen. Das haben wir einige Male gemacht da es ja wie gesagt 3 Tage regnete. Man muss aber auch dazu sagen, dass es uns Spaß machte, weil man am Straßenrand jede Menge Krebse und tolle Blüten sah. Außerdem ist man körperlich so erholt, dass man voll Power steckte. Zumindest wir. Man gewöhnt sich auf den Seychellen so ganz nebenbei auch an, 21.00 Uhr ins Bett zu gehen und mindestens 10 Stunden zu schlafen.

Dann wurde das Wetter wieder besser und alles etwas einfacher. Wir spazierten an der Cote d´Or entlang. Einem langen weißen Sandstrand, an dem einige Hotels und Tauchschulen sind. Das Wasser ist hier genauso sauber (trotz der Hotels) wie auf La Digue. Kleine Geschäfte und einen Supermarkt gibt es hier auch. Meistens haben wir uns Getränke mit ins Hotel genommen, da diese im Supermarkt um einiges günstiger waren.

Der absolute Traumstrand der Insel ist Anse Lazio. Mit Felsen und einem Wasser das man es nicht fassen kann. Wellen so herrlich das man sogar bodysurfen konnte. Dann schaute man aus der Bucht aufs Meer, sah die Boote liegen und dachte „Wow, kann das wirklich wahr sein?“. Da kommt man wirklich ins Schwärmen und ist sich sicher, dass man wieder kommt.

Fazit
Ich habe noch 2 Wochen nach diesem Urlaub davon geträumt und empfehle jedem die Seychellen. Wir sind heute noch total beeindruckt von dem Erlebten und dieser unglaublichen Umgebung.

Danke auch an Blue Ocean Travel, die das toll organisiert haben.

Jana & Manfred

La Digue

Anse Lazio

 
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