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Seychellen - Reisebericht von Sabine & Kay

18. September bis 02. Oktober 2004

Den Reiseveranstalter Blue Ocean Travel haben wir durch Zufall im Internet gefunden. Es war - wie sich im Laufe unserer Reise herausgestellt hat - eine super Wahl. Preislich haben sich unterschiedliche Angebote nichts genommen, aber Blue Ocean Travel gehörte eher zu den günstigeren, bietet eine sehr kompetente telefonische Beratung sowie eine gute Webseite und das Angebot beinhaltet im Gegensatz zu anderen Anbietern alle Transfers zwischen den Unterkünften / Inseln. Sehr wertvoll und vor Ort kaum günstiger zu organisieren - wir haben dadurch viel Zeit und Aufwand eingespart.

Unsere Reise begann mit einem pünktlichen und ordentlichen Flug der Air Seychelles nach Mahe. Nur das Entertainment-Programm wäre noch ausbaufähig. Auf Mahe angekommen wurden wir gleich vom Blue Ocean Travel-Agenten in Empfang genommen, freundlich begrüßt und es war alles für uns arrangiert. Sofort waren wir für den Weiterflug nach Praslin eingecheckt und dieser Flug mit den kleinen Propeller-Maschinen ist wirklich ein Erlebnis. Bei strömendem Regen haben wir abgehoben, um die Inselwelt aus geringer Höhe 15 Minuten lang zu betrachten. Dann ging es bei Sonnenschein in den Landeanflug auf Praslin. Auch dort war bereits alles perfekt arrangiert.

Unsere Unterkunft auf Praslin war das Guesthouse „Villas de Mer“. Überhaupt würden wir immer die Wahl eines Guesthouses aufgrund der Individualität gegenüber einem Hotel vorziehen. Und Guesthouses gibt es in großer Zahl von einfach bis luxuriös mit Übernachtung, Frühstück oder Halbpension. Also für jeden etwas dabei.

Die Villas de Mer liegen auf der Südseite von Praslin an der Grand Anse, die - wie auch von allen angekündigt - im September durch Seegras belastet ist. Es ist sicher nicht der Traumstrand, aber er kann sich schon sehen lassen, da er sehr lang ist und zu schönen Wanderungen einlädt. Allerdings wird die Lage nebensächlich, wenn man eine so schöne Unterkunft hat wie wir.

Das Guesthouse wurde im Januar 2004 komplett renoviert und von Selbstversorger-Bungalows zu einzelnen Zimmern umgerüstet. Dabei wurde die gesamte Ausstattung mit viel Liebe erneuert. Neben einer gemütlichen Veranda mit direktem Meerblick laden Details wie eine Eckbadewanne, ein großer moderner Fernseher und helle Rattanmöbel zum Verweilen ein. Damit würden wir die Villas de Mer auf jeden Fall in eine Kategorie höher (zwei Delphine) eingruppieren. Bei dem Preis also ein echter Geheimtip!

Als Unterkunftsart hatten wir Frühstück gebucht, was passend ist, da man das Abendessen täglich ohne Mehrkosten dazubuchen kann. Es war gut, aber bei den Essenspreisen auf den Seychellen ist man aus Deutschland sicher mehr gewöhnt. Dazu muss man wissen, dass man auf Praslin vor allem ohne Auto nur schwer abends ein Restaurant finden kann. Tagsüber hingegen, wenn man zu Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, ist das Essen weniger problematisch.

Für die Seychellen ist das Insel-Hopping die typischste Art des Urlaubes, von uns auf jeden Fall empfohlen und so haben wir nach 4 lohnenswerten Nächten auf Praslin die Insel La Digue als zweites Ziel gehabt.

Die Überfahrt mit dem Motorsegler - auch Schoner genannt - bietet je nach Seegang von Spaß über Abenteuer bis zu Übelkeit alles, was man sich auf einem 25 Meter-Schiff für 90 Personen so vorstellen kann. Aber die Schiffe sind in ausgezeichnetem Zustand und wenn man wie wir auch noch Delphine sieht, ist alles andere vergessen. In wenigen Jahren soll aber dieses Abenteuer durch eine Katamaran-Schnellfähre ersetzt werden, zum Trost aller Seekranken.

Die 4 Nächte auf La Digue haben wir in der „Villa Authentique“ inkl. Halbpension gebucht. Die Villa Authentique ist zwar sauber und auch zentral gelegen, aber „sehr individuell“, was sich in kleinen Zimmern ausdrückt, die innerhalb des Wohnkomplexes der Besitzer (bis auf zwei Zimmer in einem eigenen Bungalow) verteilt sind. Das Abendessen (Frühstück ist wohl überall auf den Seychellen eher spärlich und nicht mit deutschen Ansprüchen zu vergleichen) ist großzügig und creolisch-geschmackvoll.

Ansonsten ist die Insel ein Muss für mehr als nur einen Tagesausflug. Aber über die prachtvollen Strände lässt sich in der Literatur eine Menge lesen, daher führen wir dies hier nicht näher aus… und es ist nirgendwo übertrieben worden!

Für unsere letzten 5 Nächte auf Mahé mussten wir nun wieder per Schoner und Propeller-Flugzeug die Inseln wechseln. Dies empfanden wir übrigens nie als lästiges und zeitraubendes Unterfangen. Vielmehr gleicht es durch die Abwechslung und die gute und zeitsparende Organisation von Blue Ocean Travel eher einem kleinen und netten Ausflug ohne Rückweg, und innerhalb von 2 Stunden ist jeder Transfer zwischen den Hauptinseln Praslin, La Digue und Mahe vollzogen.

Auf Mahé hatten wir uns für die Selbstversorger-Bungalows „Chalet d´ Anse Forbans“ im Süden von Mahe entschieden. Sofern man das gemütliche und selbst organisierte Frühstück liebt, ist dies eine angenehme Abwechslung zum Seychellen-Frühstück. Die Chalets liegen direkt am schönen Strand in einem üppig-grünen Garten. Die verfügbaren Bilder treffen die Atmosphäre dieser Anlage wunderbar. Die Besitzer sorgen selbst für die Organisation und man kann sogar vor Ort Ausflüge und Mietwagen buchen. Sogar der Kühlschrank ist mit dem notwendigsten gefüllt und man wird tatsächlich gleich zu einer Fahrt zum nächsten Supermarkt eingeladen. Die Supermärkte sind in Ihrem Angebot allerdings „recht übersichtlich“, so dass man zum Abendessen sich eher ein Restaurant suchen wird. Daher empfehlen wir auch bei dieser Unterkunft zumindest für einige Tage einen Mietwagen, um etwas einkaufen zu können und auch entlegenere Restaurants und Strände aufsuchen zu können. In der Umgebung ist nämlich fast nichts in Lauf-Reichweite.

An dieser Stelle fällt mir noch ein Tip ein: es gibt auf den ganzen Seychellen keinen größeren und besser sortierten Supermarkt als den auf La Digue gegenüber der Island Lodge. Dort hatten wir uns eher intuitiv mit Pasta-Zutaten eingedeckt, die auf Mahe in den Chalets Gold wert waren.

Die Chalets sind geräumig und sauber und Ihre Kategorie wert, wenn auch nicht so liebevoll wie die Villas de Mer. Aber man kann sich auf jeden Fall mit Faulenzen am Strand oder im Garten ein paar schöne Urlaubstage machen.

Insgesamt lohnen sich die Übernachtungen auf allen 3 Inseln und wir würden die Reise jederzeit genau so wiederholen (bis auf Villa Authentique), wenn es nicht noch so viele schöne andere Ziele auf der Erde geben würde…

Die Reisezeit September hat sich für uns als sonnige, trockene und angenehm windige Zeit erwiesen, in der laut Aussagen von Einheimischen mit dem geringsten Tourismus zu rechnen ist. Dementsprechend leer sind auch die Strände, was die Seychellen zu einem wahren Paradies für Strandliebhaber werden lässt.

Ein Dank gilt auch nicht zuletzt Blue Ocean Travel, durch deren Mitarbeiter in Deutschland und auf den Seychellen die Reise zu einem wundervollen Erlebnis geworden ist. Und selbst die aufmerksame Kundenbetreuung nach der Reise, der auch dieser Reisebericht zu verdanken ist, haben wir vorher nicht gekannt.

Sabine & Kay

Villas de Mer

Villas de Mer

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