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Seychellen - Reisebericht von Gundi & Kristoffer

19. März bis 02. April 2005

Nach einem unspektakulären, 9-stündigen Flug mit Air Seychelles ab Frankfurt in der bis zum letzten Platz besetzten Maschine landeten wir pünktlich um kurz vor acht Uhr morgens auf Mahé. Bereits beim Öffnen der Flugzeugtüren kam uns die heiße, und schwüle Tropenluft entgegen, welche jedoch aufgrund des Windes recht gut auszuhalten war.

Am Flughafen wurden wir vom lustigen Cyril von Blue Ocean Travel freundlich empfangen und von einem Taxi in das „Coco d´Or Hotel“ an der Beau Vallon Bay gebracht. Das Hotel war nichts Besonderes, aber ganz okay.

Etwas enttäuscht waren wir jedoch von der in den Reisebüchern hoch gepriesenen Beau Vallon: Das Meer war sehr aufgewühlt und verschmutzt, der Strand war von Seegras übersäht. Zur Zeit des Nordwestmonsuns ist daher von einem Hotel an der Beau Vallon abzuraten.

Während unserem 3-tägigen Aufenthalt auf Mahé (man sollte doch besser etwas mehr Zeit auf Mahé einplanen) sind wir mit unserem Mietauto und den klapprigen Omnibussen (die Fahrer rasen wie die Verrückten!) an zahlreiche Strände gelangt. Besonders gut haben uns die Petite Anse und Anse Intendance gefallen, aber auch die Anse Royal war sehr schön. Insgesamt ist zu sagen, dass der Süden der Insel sowohl von der Vegetation als auch von den Stränden her gesehen einiges mehr zu bieten hat!

Victoria haben wir an einem Tag besucht, den Markt mit den riesigen Fischen sollte man auf jeden Fall gesehen haben!

Am 4. Tag auf den Seychellen ging es mit dem Cat Cocos (sehr schaukelige Fahrt!) und der Fähre nach La Digue. Dort wohnten wir in dem „Patatran Hotel“, das sich als eine super Wahl herausstellte. Die Zimmer waren wunderschön mit Hibiskusblüten dekoriert (am Ankunftstag 40 Stück!!!) und hatten einen grandiosen Blick auf den Indischen Ozean und die Nachbarinseln, auch das Essen war wirklich gut.

Auch die Insel La Digue hat uns klasse gefallen, da sie sehr schön überschaubar ist und ebenfalls zahlreiche Traumstände vorzuweisen hat. Der schönste Strand ist, wie wir finden, die Grand Anse. Als wir dort früh morgens ankamen, waren wir ganz allein, später war der Strand jedoch für Seychellen-Verhältnisse recht voll.

Natürlich war die Anse Source D ´Argent auch traumhaft schön - die fotogenen Granitfelsen als auch das kristallklare Wasser. Neben der Anse Sévère hat uns auch die Anse Patates, an der man herrlich Schnorcheln kann, begeistert.

Einen Morgen lang sind wir mit dem Boot zu den Nachbarinseln Coco Island und Félicité gefahren (vom Hotel organisiert), um dort zu Schnorcheln. Die Fische waren zwar toll, jedoch waren die Korallen leider alle abgestorben.

Alles in allem kann man sagen, dass man La Digue auf jeden Fall besuchen sollte. Wir verbrachten dort 5 Tage, 4 Tage wären jedoch genug Zeit gewesen, um die Insel kennen zu lernen.

Am 9. Tag sind wir mit der fast leeren Fähre nach Praslin gefahren, um dort die letzten 5 Tage unseres Urlaubes zu verbringen.

Auf Praslin wohnten wir in dem Bungalowhotel „Les Villas d´Or“, welches uns für den Preis (teuer) nicht gut gefallen hat. Außerdem war das Hotel völlig abseits des Ortes, daher mussten wir abends selber kochen, denn es ist kein Restaurant in der Nähe. Auch vom Hotelstrand, der Anse Volbert oder Cote d´Or hatten wir mehr erwartet. Das Wasser war zwar total warm, jedoch etwas verschmutzt und nicht klar, außerdem war dieser östlich gelegene Strand trotz des Nordwestmonsuns von Seegras überschwemmt.

Daher sind wir gleich 3 Mal zu der wunderschönen Anse Lazio gefahren (einmal jedoch ungewollt, wir wollten eigentlich zur Anse Georgette wandern, kamen jedoch zur Anse Lazio …) Die Anse Lazio ist wirklich der Traumstrand schlechthin, schöner als alle anderen Strände auf Mahé und La Digue. Das Wasser war ruhig (bis auf einmal bei starkem Regen) und glasklar, auch der Strand war herrlich.

An der nordöstlichen Flanke der Bucht lies es sich traumhaft Schnorcheln, besser als bei Coco Island. Riesige Felsblöcke, teils mit Korallen, verstecken sich hier unter Wasser, es wimmelt nur so von tropischen Fischen.

Die restlichen Strände der Insel fanden wir nicht so schön wie die auf Mahé. Allein wegen der Anse Lazio und wegen dem fantastischen Vallée de Mai sollte man jedoch ein paar Tage auf Praslin verweilen, 5 Tage waren jedoch etwas lang.

Auch auf Praslin sind wir oft mit dem Omnibus gefahren. Die Busse kamen meistens pünktlich, zudem ist es recht billig, sie zu benutzen, man muss den Fahrstil der Seychellois einfach einmal hautnah erleben …

So ging es dann schließlich nach 13 tollen Tagen auf insgesamt 3 Inseln früh morgens mit einer kleinen Propellermaschine zuerst nach Mahé und von dort aus schließlich zurück nach Frankfurt, wo es zum Glück frühlingshafte 18 Grad warm war. Leider war außer den Alpen nichts vom Flugzeugfenster aus zu erkennen, da es immer bewölkt war. Jedoch war der Service an Bord sehr gut und auch das Essen war nicht schlecht.

Während der 13 Tage auf den Seychellen hatten wir wirklich großes Glück mit dem Wetter, es hat nur einen kurzen (aber heftigen) Tropenschauer zwischendurch gegeben und einen halben Tag hat es komplett durchgeregnet. Sonst hatten wir fast immer Sonnenschein und es war - laut Einheimischen - auch ungewöhnlich warm (32 °C).

Die Seychellois waren wirklich sehr freundlich zu uns, jedoch wollten sie oft illegal Geld wechseln (was nicht weiter stört, einfach ablehnen)!

Insgesamt war der Urlaub wirklich traumhaft schön, auf den Inseln kommt man sich wahrhaftig vor wie im Paradies.

Auch die Organisation von Blue Ocean Travel war klasse, wir wurden bis auf einmal immer pünktlich abgeholt und die Mitarbeiter haben uns - vor allem auf Mahé – gut betreut und waren immer freundlich!

Vielen Dank für die gute Organisation und Betreuung!

Gundi & Kristoffer

 
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