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Seychellen - Reisebericht von Heike & Robert

08. Januar bis 28. Januar 2005

Nach einem angenehmen Flug mit Air Seychelles kamen wir am Morgen des 09.01.2005 doch etwas müde auf dem Flughafen von Mahé an, waren aber schon beim Anflug wieder putzmunter. Mathew empfing uns sehr freundlich, der Weiterflug nach Praslin war schon organisiert. Bereits jetzt fiel uns der VIP-Service angenehm auf, alles hat prima geklappt. Die kleine Twinotter brachte uns sicher nach Praslin, wo uns bereits Paul erwartete und in unser erstes Hotel, das Coco de Mer begleitete.

Der erste Eindruck ließ uns während unseres gesamten Aufenthaltes im Coco de Mer nicht im Stich, das Hotel war sehr schön, die Räume sehr groß und freundlich eingerichtet ( mit großem Himmelbett) und der Service sowohl an der Rezeption wie auch im Restaurant war sehr gut. Auch das Frühstück und vor allem das Abendessen ließen keine Wünsche offen. Fabelhaft - nur die Bikinifigur leidet!

Auch der Hotelservice Shuttle-Bus zur Anse Lazio fand regen Anklang. Wen wundert’s, ist die Anse Lazio doch wirklich einer der schönsten Strände, die wir je gesehen haben. Auch ein Ausflug zum Vallee de Mai ist unbedingt Pflicht. Die vielen Coco de Mer Palmen sind sehr beeindruckend. Einen Rabenpapagei sahen wir leider nicht - wir hörten ihn nur.

Am 11.01.2005 unternahmen wir einen Ausflug auf die Inseln St. Pierre, Curieuse und Cousin. Für den Anfang wählten wir St. Pierre, das zum Schnorcheln sehr schön sein sollte. Wir waren jedoch enttäuscht - die Korallen sind größtenteils zerstört, leider. Immerhin hat sich eine Muräne aus ihrer Höhle getraut, und es gab immer noch sehr viele bunte Fische zu sehen, was ein wenig entschädigt hat.

Weiter ging es dann auf die Insel Curieuse, auf der es eine Aufzuchtstation für die wunderbaren Landschildkröten gibt. Die großen Exemplare, die frei dort rumlaufen, sind von Aldabra dorthin gebracht worden. Sie sind sehr zutraulich und lassen sich gerne füttern und streicheln, vor allem eine haben wir zu unserer Freundin auserkoren, Cora, ein unheimlich lieber Riese …

Nach Besichtigung der ehemaligen Lepra-Station und der Schildkröten-Aufzuchtstation nahmen wir an einer organisierten Führung über die Insel teil, die zu den Mangrovenwäldern führt und sehr interessant ist, da auch die Fauna der Insel erklärt wird. Danach lecker Essen - frisch gegrilltes Hühnchen und Fisch, dazu Salate und Brot. Auch die Schildkröten fühlten sich durch den Essensduft angezogen und kamen rüber.

Dann hieß es aber zurück aufs Schiff und weiter zum dritten und letzten Ziel an diesem Tag - zur Vogelinsel Cousin. Cousin ist eine Privatinsel, auf der lediglich der Besuch mit Führungen durch geschultes Personal zugelassen ist, um die Vögel zu schützen und nicht zu stören. Außer Feenseeschwalben und anderen Vögeln sowie eine Unmenge an Eidechsen und ebenfalls freilaufenden Landschildkröten hatten wir das Glück, eine Karettschildkröte aus dem Meer kommen zu sehen. Das war schon sehr beeindruckend und ein tolles Ereignis für uns, zu sehen, wie sie sich am Strand schafft, um ihre Eier abzulegen, und das am helllichten Tag.

Für uns war das ein ganz toller Tag und ein sehr empfehlenswerter Ausflug - allerdings raten wir allen, bei einem Ausflug auf die Insel Cousin auf jeden Fall ausreichend Moskitospray dabei zu haben und möglichst lange Hosen zu tragen - die Mücken fressen einen sonst auf!

Während unseres Aufenthaltes auf Praslin waren wir dann noch ein paar Mal tauchen, was auch sehr viel Spaß gemacht hat, trotz recht rauer See zu Beginn.

Die Empfehlung von Alexander Herold, sich an Philippe (Franzose mit fließendem Englisch), Eigner der PADI-Tauchschule Bleu Marine zu wenden, war sehr gut. Philippe ist ein sehr netter und ruhiger Tauchlehrer, mit dem man prima auskommt. Er hat uns dann sogar von La Digue aus mit seinem Boot zu weiteren Tauchgängen abgeholt.

Am 16.01.05 ging es dann weiter mit der Fähre von Praslin nach La Digue. Eine sehr gemütliche Überfahrt bei strahlend blauem Himmel. Abgeholt werden wir auf La Digue von Monika, Safari Club. Auch hier klappt alles prima, und das Hotel Patatran, das direkt am Strand Anse Patate liegt, ist klein und schnuckelig. Unser Zimmer ist täglich mit Blumenschmuck übersäht und unser Ausblick vom Balkon direkt auf den Strand und das Meer mit Meeresrauschen lässt einen träumen …

La Digue wird leider mehr und mehr von Autos bevölkert, Ochsenkarren sind eher die Seltenheit. Auch hier macht der Fortschritt nun mal nicht halt, was uns aber nicht daran hindert zu sagen, dass uns La Digue am besten gefallen hat. Wir haben uns während der Zeit auf La Digue Fahrräder geliehen und haben so die Insel erkundet. Die Grand Anse und die Anse Source d’Argent sind echt einen Besuch wert. Auch haben wir auf La Digue traumhafte Sonnenuntergänge (50 m vom Hotel entfernt) erlebt, das Farbenspiel ist wirklich unglaublich.

Am 21.01.05 ging es dann weiter per Helikopter nach Mahé und von dort mit dem Boot nach Cerf. Der Helikopterflug (der erste in unserem Leben) war super, zumal ich (Heike) vorn neben dem Piloten sitzen durfte. Nach Ankunft am Flughafen Mahé erwartete uns schon Mathew, der uns unseren Fahrer Justin vorstellte. Er brachte uns dann vom Flughafen zum Jetty, wo wir mit dem Inselboot zu unserer letzten Station, der Insel Cerf, gebracht wurden.

Dort erwartete uns dann bereits der General Manager, Andy Roberts, der uns mit einem leckeren Drink willkommen hieß. Cerf ist eine Trauminsel, man fühlt sich fast wie einer der oberen Zehntausend. Zunächst sind wir in eine Hillside-Lodge mit offenem Bad eingezogen, nach zwei Nächten jedoch in eine Timber-Lodge, die zwei Eingänge, zwei Aufenthaltsräume und zwei Bäder besitzt, umgezogen. Zum Empfang erhielten wir auch eine viertelstündige Massage im kleinen Wellnesscenter. Das hat uns auf den Geschmack gebracht.

Auf Cerf bleiben wirklich keine Wünsche offen, das Restaurant ist fabelhaft, der Koch ist ein Gourmet (das ist nicht übertrieben!) und auch der Service aller Bediensteten ist hervorragend. Insbesondere wollen wir uns noch mal bei Rita bedanken, die unheimlich nett war.

Ausflüge nach Mahé sind kein Problem, es gibt einen sehr gut funktionierenden kostenlosen Bootshuttle zu festen Zeiten, bei abweichenden Zeiten kostet er eine Gebühr.

Heike & Robert

 
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