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12. September bis 27. September
2005
Hochzeitsreise, La Digue und
Praslin
Nach einer unvergesslichen Hochzeit
sollte nun die ebenso unvergessliche Hochzeitsreise
folgen. Als wir am 12.09.2005 auf den Flug nach Dubai
eincheckten, bekamen wir als Honeymooner die Notsitze
mit viel Beinfreiheit und waren somit sehr zufrieden.
Auch der Weiterflug nach Mahé verlief reibungslos.
Als wir nach der Gepäckausgabe von Matthew schon
von der Ferne mit Namen angesprochen und herzlich
begrüßt wurden, waren wir völlig
baff.
Er checkte uns auf den Air Seychelles
Flug nach Praslin ein und passte auf unser Gepäck
auf, während
wir - vom Langstreckenflug noch etwas benommen -
in Ruhe einen Kaffee trinken konnten. So wünscht
man sich die Ankunft im Zielgebiet: Entspannung ab
dem 1. Moment!
Der Flug nach Praslin bot uns
einen atemberaubenden Ausblick über die Inselwelt
der Seychellen. Die Vorfreude war groß und
wir konnten kaum noch stillsitzen.
Genauso unkompliziert
und angenehm war der Transfer vom Flughafen zum Jetty.
Während dieser Fahrt
durchs Vallée de Mai wurden unsere Augen immer
größer.
Auf La Digue angekommen, bekamen
wir im ersten Moment die Ruhe der Insel zu spüren
- alles ist so entspannt... Ochsenkarren, Fahrräder
und überall gutgelaunte Menschen.
Mit einem der
wenigen Autos auf der Insel wurden wir ins Hotel
Patatran gebracht und bekamen Gänsehaut
beim wunderbaren Blick über die Bucht: türkises
Wasser, die typischen „Seychellen Boulders“,
ein Eindruck noch intensiver als auf den Malediven
oder in der Karibik.
An der Rezeption bekamen wir
einen Fruchtcocktail und wurden nach den Formalitäten
in unser Zimmer gebracht. Hoch oben, mit einem gigantischen
Meerblick (Superior Zimmer), fiel unser Blick als
erstes auf das Himmelbett mit Rosenblättern
sowie auf die Flasche südafrikanischen Rotwein.
Wir hatten nach langem Suchen - für unseren
Geschmack - das richtige Hotel gefunden!
Da wir nur
Frühstück gebucht hatten, konnten
wir im Nachbarrestaurant L’ Océan
zu Abend essen. Nach einer Woche La Digue würden
wir sagen, dass es das beste Restaurant der Insel
ist!
Am nächsten Morgen mieteten
wir uns für
die ganze Woche Fahrräder und fuhren über
die Insel zum Union Estate, vorbei an einem Naturschauspiel
(traumhafte Strände, Vegetation...). Dort angekommen,
zahlten wir den Eintritt und sahen als erstes einen
verfallenen Friedhof, der sich grandios in das Naturschauspiel
einfügte. Weiter ging es zu den Riesenschildkröten,
die im Schatten eines riesigen Felsen wohnen.
Es folgten
Vanilleplantagen und wir gelangten zum Beginn der
Anse Source d’Argent. Dort stellten
wir unsere Fahrräder ab und liefen durch üppige
Vegetation. Überall sahen wir kleine, überschaubare
Buchten, abgegrenzt durch die bizarren Granitfelsen
und eine schöner, als die andere. Wir waren
wirklich überwältigt von diesem Anblick!!
Die
Woche über sahen wir uns viele Strände
an (toll war auch die Grande Anse, die auf Grund
der Jahreszeit, sehr hohe Wellen hatte, und die Anse
Coco (schwer zu erreichen). Am 20. September wurden
wir dann morgens vom Hotel abgeholt und zum Jetty
gebracht. Wir fuhren nach Praslin. Auch an der Anlegestelle
begrüßte uns der Fahrer wieder mit Namen
(wir wissen immer noch nicht, wie das kam..) und
fuhr uns ins Hotel Café des Arts, welches
wir, nach vielen Recherchen und auf besondere Empfehlung
von Kidd ausgewählt hatten.
Unsere Erwartungen
wurden übertroffen, als wir
zu unserem Gardenbungalow gebracht wurden: ein Holzchalet,
mit Terrasse und einer Bauweise, die nachahmenswert
ist: die Türen standen offen, eine sanfte Brise
wehte, als wir den ca. 4 Meter hohen Raum betraten.
In
der Mitte des Zimmers stand ein kleiner Holztisch,
linker Hand ein Kleiderschrank sowie ein Tisch und
vor uns, 2 Treppenstufen hinunter, befanden sich
die Waschbecken. Das Himmelbett war von einem Moskitonetz
umwickelt und wir waren einfach nur noch begeistert.
Wir liefen vor zum Strand, um die Anse Volbert (Côte
d’ Or) zu begutachten. Vor uns ein kilometerlanger,
weißer Sandstrand und so klarem Wasser, dass
das Meer nahezu weiß erschien... Wirklich einmalig
an der Anse Volbert ist der feine Sand, der sich
fast schon wie Puderzucker anfühlt.
Am Abend
kam Paul vorbei, und erzählte uns,
was wir alles ansehen müssten. Wir mieteten
daraufhin für 2 Tage einen Jeep.
Am nächsten
Morgen hörten wir Geschirr
klirren und sahen ein „Tischlein- deck-Dich“.
Das Frühstück (tropische Früchte,
Toast, Marmelade und Kaffee) wartete auf unserer
Terrasse. Dieser liebevoll gedeckte Tisch lies jeden
Tag wie einen Traum beginnen.
Wir fuhren sämtliche Straßen der Insel
ab und wurden immer wieder mit einmaligen Postkartenansichten
belohnt. Natürlich wanderten wir durchs Valleé de
Mai, das wirklich beeindruckend ist. Man sollte unbedingt
sehr früh morgens dort sein, dann hat man diesen
wunderbaren Ort fast für sich allein und begegnet
erst auf dem Rückweg den Touristenbussen, die
ihre, zumindest für Seychellen-Verhältnisse,
großen Besuchergruppen am Eingang entladen.
Der
zu unserer Reisezeit sicherlich schönste
Strand war für uns die Anse Volbert. Die wunderschöne
Anse Lazio litt bei unseren beiden Besuchen darunter,
dass es einfach viel zu voll war. Auch hier kommen
immer wieder einzelne Busse an und manchmal ist die
Zahl der Badeboote, die in der Bucht ankern so groß,
dass man einfach nicht mehr das Gefühl hat,
an einem Seychellen-Strand zu sein. Aber auch hier
gilt zu bedenken, dass man auf den Seychellen seine
Ansprüche schnell hochschraubt: Was man an vielen
anderen Plätzen der Welt als nahezu leeren Strand
bezeichnen würde, kanzelt man hier schnell als
Massenauflauf ab.
Essen gehen ist auf Praslin
dann doch deutlich schwieriger als auf La Digue.
Dies liegt vor allem daran, dass man nicht jeden
Ort der Insel so einfach mit den Fahrrad erreichen
kann. An der Anse Volbert gibt es einige Restaurants
mit ordentlicher Küche.
Sehr gut aber leider auch relativ teuer ist das kreolische
Buffet-Restaurant Le Laurier. Da wir aber keine ausgesprochenen
Buffetfreunde sind und ein schönes serviertes
Menü immer vorziehen, hat uns vor allem unser
Café des Arts begeistert. Nach dem Frühstück
wurde uns immer das Menü für den Abend
vorgestellt und wir konnten uns einen Platz dafür
reservieren. Und was man da für 25 Euro bekam,
war ein Traum. Der Weg zum Abendessen war mit kleinen
Laternen ausgeleuchtet und führte auf die Veranda
der Besitzerin, wo im Kerzenlicht drei wunderschön
gedeckte Tische standen. Das Essen war stets ein
Gedicht (vor allem das samstägliche Seafood
Menü zu 35 €). Man kann es getrost in die
höchste Kategorie einordnen.
Diesen Ort wieder
zu verlassen fiel uns unglaublich schwer. Schön, dass Paul und Matthew uns bis
zum Abflug wieder jeden Stress ersparten, für
uns eincheckten und uns so herzlich verabschiedeten,
dass eins absolut sicher ist: Wir werden wieder auf
die Seychellen fahren – und natürlich
nur mit Blue Ocean Travel!
Isabel & Stefan
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