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08. bis 22. Januar 2005
Vorwort:
Der schon seit langem geplante
Urlaub auf den Seychellen hat dann im Januar 2005
endlich in unseren Terminkalender gepasst. Nun taucht
die Frage auf, mit welchem Reiseunternehmen? Diese
Frage war gleich geklärt. Nach kurzer Suche
im Internet hatten wir gleich den richtigen Ansprechpartner
gefunden, nämlich „Blue Ocean Travel“.
Auch bei später weiteren Vergleichen durch andere
namhafte Anbieter, hat sich dies nicht nur im
Preis und Leistung bestätigt. Dies konnten wir
auch vor Ort durch den Vergleich mit anderen Touristen
immer wieder erfahren. Reiseführer und Infomaterial
an Hülle
und Fülle schon vorab, es blieben für uns
fast keine Fragen offen. Transfer zum Flugplatz per
Rail & Fly,
Privat-Transfers vor Ort, Begrüßungsgeschenke,
Paket mit nützlichen Accessoires, telefonische
und persönliche Information / Beratung nicht
nur durch Herrn Alexander Herold und seinem Team,
sondern auch die Auskünfte von Mitarbeitern
die vor Ort gelebt haben. (Nochmals Besten Dank an
dieser Stelle) Nun so weit gut mit dem dicken Lob,
es hat einfach schon vor dem Urlaub alles geklappt,
damit konnte man sich schon sehr gut vorbereiten.
Die Vorfreude auf unserem Urlaub stieg von Tag zu
Tag und war schon unerträglich,
der Termin rutschte immer näher. Und nun der
Rückschlag:
am 26.12.04 der Tsunami! Was nun? Fragen über
Fragen. Panik brach aus, musste die Reise evtl. storniert
werden oder sollte umgebucht werden? Sämtliche
Informationen über
allen Medien die uns zur Verfügung standen wurden
eingeholt. Etwas bedrückt, aber wir konnten
erleichtert aufatmen, denn die Seychellen hat es
nur sehr leicht erwischt. Auch 2 Wochen danach, waren
nur geringe Spuren des Tsunami wahrzunehmen. Nun
zum eigentlichen Urlaub.
Die Anreise:
Pünktlich, wie schon lange
zuvor bekannt, konnten wir am 08.01.05 am Abend in
Frankfurt starten. Es war ein Nachtflug, so konnten
wir nach einem ausgiebigen Abendessen und nach einigen
Gläsern Rotwein,
uns an den Freigebliebenen mittleren Dreier-Sitzen
zum Schlafen bequem machen. Der super Service der
Air Seychelles sorgte für das nötige. Für Raucher
wurde dieser Flug zur Entziehungsprobe. Absoluter
Nichtraucherflug, so dass wir um 7:00 Uhr Ortszeit
und nach fast 10 Std. Flug gut und ausgeruht angekommen
sind.
Der erste Luftzug am Flughafen
von Mahe kam uns vor wie in der Sauna, bei 29° C
und 80 % Luftfeuchte lief sogar die Linse des Camcorders
an. Schnell war die Outdoorhose abgeknüpft und
der Pullover ausgezogen. Wir konnten uns aber sehr
schnell an das angenehme Klima gewöhnen. Nach
der Ankunft nahm uns gleich die Reiseleitung vor
Ort in Empfang und begleitete uns zum Weiterflug
nach Praslin.
Ein super Erlebnis, die vielen
kleine Inselchen aus so geringer Höhe zu sehen.
Auch in Praslin wieder persönlicher Empfang
und Betreuung. Dann ging es weiter mit dem Taxi zum
Hafen von Praslin. Auf der Fahrt durch den
National Park „Vallee
de Mai„ konnten schon mal die ersten Eindrücke
gesammelt werden. Kaum zu glauben. Es ist das Paradies
auf Erden. Am Hafen stand die „Curieuse“,
ein Motorsegelschiff, für die Überfahrt
nach La Digue bereit, wo wir unsere erste Urlaubswoche
verbrachten. Tickets u.s.w. alles war geregelt. Auch
diese Fahrt wurde wieder zum Erlebnis, es war einfach
Traumhaft. Ein Tipp an dieser Stelle, der auch für
den ganzen Aufenthalt wahrgenommen werden sollte.
Sonnenschutz mit hohen Lichtschutzfaktor verwenden
und nur mit Kopfbedeckung, wo immer auch die Sonne
scheint. Obwohl wir eigentlich keine relativ gefährdeten
Sonnenbrand-Typen sind und uns zu Hause schon gut
im Solarium vorgebräunt hatten, holten wir uns
auf den Boot unseren ersten Sonnenbrand.
Nach Ankunft
im Hafen von La Digue wieder persönliche
Betreuung bis in unsere Unterkunft „La Digue
Island Lodge“. Mit Abstand das beste Hotel
auf der ganzen Insel und in unmittelbarer Nähe
zum Hafen und Anse Source d´ Argent.
La Digue:
Nach Aufnahme der Personalien
bei einem Begrüßungsdrink,
konnten wir unsere Unterkunft, ein kleiner Bungalow
unter Cocospalmen in der einfachen Kategorie beziehen. Wir
waren angenehm überrascht. Koffertransfer, Klimaanlage,
Kühlschrank, Safe, Kaffee und Tee am Zimmer,
Terrasse, großes Badezimmer einfach alles Top.
Was braucht man mehr? So konnten wir nach kurzem
auspacken, da wir für jede Woche einen Koffer
gepackt hatten, schon am Nachmittag an der Poolbar
im Wasser unsere erste frische Cocosnuss genießen
und etwas relaxen. Nichts wie Ruhe ist hier angesagt
und keine Leute, wo sind hier die Leute? Am späten
Nachmittag Erkundung von Umgebung, Hafen, etc. Der
Strand, der bei Ebbe das Wasser entzieht (Ebbe/ Flut
etwa 1,7 m), lädt nicht gerade zum Baden ein.
Der Magen knurrt. Endlich war es dann so weit, das
Restaurant wurde aufgesucht. Überraschung: Fünf-Gang-Menü mit
Auswahl, nur vom Feinsten und das im Open-Air-Restaurant
direkt am Strand mit Sandboden, wirklich super. Danach
am Abend Citronella- oder Vanille-Tee direkt am Strand.
Am nächsten Morgen das Frühstück:
ein Genuss. Frische Tropenfrüchte und alles
was sonst zu einem guten Frühstück gehört.
Nun brachen wir zu unserem ersten
Ausflug auf. „Anse Source
d´Argent“ in unmittelbarer Nähe
vom Hotel. Tipp: an der Rezeption den Besuch des
Parks gekannt geben. Man spart sich 5 Dollar für
den Eintritt. Übrigens lebt sich hier mit dem
Dollar billiger, den es gibt keinen Unterschied zwischen
Dollar und Euro. (Kurs!) Der Palmenpark mit
Kopra-Mühle, Friedhof, Riesenlandschildkröten,
Palmenkrebse, und der eigentliche Strand lassen sich
nur sehr schwer beschreiben. Ein Wunderwerk der Natur.
Als ob ein Künstler Granitfelsen zwischen Palmen
und Puderzuckersand ins türkisblaue Meer gestellt
hätte.
Auch Ausflüge auf eigene
Faust (Wanderungen) ins Landesinnere sind lohnenswert. Bambuswälder,
malerische Häuschen, in denen die Einheimischen
leben, große Palmenspinnen, seltene Vogelarten,
wie der Flying Catcher mit seinen langen Gefieder,
Bananenbäume und noch so viele andere Tierarten,
sowie die Flora und Fauna kann hier gut beobachten
werden. Tipp: ausreichende Mineralien nicht vergessen.
Der
nächste Ausflug galt der Insel „Félicité
Island“ mit dem Boot. Auf jeder Insel auf den
Seychellen auch wenn der Bootstransfer kostenlos
ist, wird einen Landegebühr von 10.- Euro/ Dollar
erhoben. Dieser Ausflug war dem Schnorcheln angedacht.
Nur das Wetter war heute bewölkt und der Kontrast
fehlte unter Wasser. Außerdem ist die Fischwelt
nicht so beeindruckend, wenn jemand das Rote Meer
kennengelernt hat. Aber trotzdem sehenswert, es passiert
schon mal, dass ein Leopardenrochen unter einem vorbei
schwimmt. Das Tauchen, das wir auf den Seychellen
nicht ausgeübt haben, ist nach Aussagen von
Urlaubsbekanntschaften nicht mehr das, was es einmal
war. Der „El
Niño“ 1998 hat hier sehr viel Schaden
angerichtet und es wird Jahrzehnte dauern, bis sich
die Riffe wieder erholt haben.
Der tägliche kostenlose
Hoteleigene Transfer zum „Grande Anse“ ist
ein Erlebnis für
sich. Von dort aus können auch mühelos
die benachbarten Strände, wie „Coco Anse“ und „Petite
Anse“ besucht werden. Bacardi Feeling pur.
Hier hatten wir auch das Glück bei der Durchwanderung
des kleinen Dschungels zum „Coco Anse“,
das einzige gefährliche Tier auf den Seychellen
sehen zu können, den „Hundertfüßler“.
Ein Wurm ca. zehn Zentimeter lang und Schwarzbraun.
Ein Biss vom Hundertfüßler kann schon
gefährlich werden. Nun zurück zum
Strand. Die Brandung: Wahnsinn! Bis zu zwei
Meter hohe Wellen. Die Warnschilder stehen
nicht umsonst am Strand. Bei einer Megawelle ist
es schon mal möglich ein „Salto“ unbewusst
zu schlagen. Dabei kommt der Gedanke des Tsunami
wieder auf, fünfzehn Meter hohe Wellen. Welche
Kraft wohl das Meer hat. Tipp: Vormittag gibt es
hier nur wenig Schatten, Kopf und Sonnenschutz nicht
vergessen. Die Cocosnüsse liegen hier am Wegrand
nur so herum, der Mittagssnack ist mit einem Taschenmesser
gesichert.
Aber auch ein Spaziergang in
die Umgebung des Hafens ist mehr wie Interessant.
Die „Oxcars“ (TAXI),
Police Station am Hafen, Souvenierläden, alte
Schmieden, Lagerhäuser, Werften, Privathäuser
oder einfach den immer freundlichen Einheimischen
beim Domino spielen zuzusehen ist eine Augenweide
für sich. Mit dem Leih-Fahrrad ist man schon
schneller unterwegs, aber dadurch wird einiges übersehen.
Achtung Linksverkehr!
Das, was eigentlich zu dieser
Jahreszeit auch dazu gehört, habe ich fast vergessen.
Der Regenguß!
Den gibt es aber erst gegen Abend und da nur manchmal,
aber dann heftig. Eine warme Dusche aus vollen Kannen
wie wir es nur bei Sturm gewöhnt sind. Es wird
aber nicht kalt, die Temperatur bleibt nur die
Luftfeuchtigkeit steigt auf 95%. Einmal hat
es die ganze Nacht geregnet. Aber am Morgen schien
wieder die Sonne.
Ohne weiteres können auf
La Digue auch zwei Wochen verbracht werden. Es gibt
noch jede Menge anzusehen und zu erforschen. Aber
wir wollten noch mehr sehen. Also ab nach Praslin.
Praslin:
Wie schon gewohnt, persönlich
abgeholt mit Koffertransfer zum Hafen. Mit der „Curieuse“ wieder
zurück nach Praslin. Auch hier wartet wieder
unser bekannter Taxifahrer auf uns und bringt uns
nun zu dem Vier-Sterne-Hotel „Coco de Mer“.
Etwas Abgelegen, unterhalb der Landstrasse direkt
in den Hang gebaute Anlage.
Auch hier, Service pur.
Begrüßungs-Cocktail
und Koffertransfer zum Zimmer. Die Zimmer,
die in Reihenbungalows angelegt waren, und in denen
man sich sofort wohl fühlte, mit Blick auf Meer
und Pool. Das etwas mehr haben wir sehr genossen.
Die Anlage bietet sehr viele Freizeitmöglichkeiten
wie Minigolf, Trimmstudio, Boot-, Fahrrad-, und Surfbrettverleih.
Nach dem Auspacken ab zur Erfrischung in den Pool.
Den ins Wasser gebauten Pavillon, den man über
einen Steg erreicht, ist es auch hier möglich
bei Ebbe im Meer zu Baden oder zu Schnorcheln. Nach
dem Nachmittagstee machten wir uns wieder auf zur
Erkundung der Gegend. Wir hatten schnell bemerkt,
dass wir hier weg vom Schuss waren. Neben den angegliederten
Hotel „Black Parrot“ an dem sich der
lange Strand der „Anse Boise de Rose“ anschloss,
war hier nicht viel außerhalb der Anlage. Also,
wie kommen wir hier weg. Auto? Nein. Fahrrad? Zu
hügelig. Taxi? Zu teuer. Bus? Ja, na klar. Für
3 Rupien, ca. 50 Cent, kann man fahren wohin man
will. Jede Fahrt kostet immer 3 Rup. auf der ganzen
Insel und nach jedem Umsteigen in eine andere Linie
wieder 3 Rup., ganz einfach. Busse fahren ca. alle
30 Min. und man kommt überall hin. Bushaltestelle
gleich oberhalb des Hotels. Die Busfahrt wurde mit
den Einheimischen immer zum Erlebnis. Die alten Busse
der Marke „TATA“ kurvten sich fast
schon kriminell den Serpentinen hoch und runter.
Das muss man erlebt haben.
Das offene Restaurant zwischen
Meer und den durchs Hotel laufenden Bach zeigte etwas
mehr Ambiente, immerhin vier Sterne. Abwechslung
zwischen Menü und
Buffet lockerte die kreolische und internationale
Küche, aber auch alles was das Herz sonst noch
begehrt, etwas auf.
Unser erster Ausflug führte
uns in den National Park „Vallee de Mai“.
Wieder ein nur sehr schwer beschreibbarer Ausflug.
Urwald, Dschungel oder Tropenwald? Palmen über
Palmen, die „Coco
de Mer“ in allen Größen. Ein
Bach schlängelt sich durch den gut beschilderten
Wald, der dann an der Straße an einem Trinkwasserfall
endet. Wir kamen uns wie Ameisen unter großen
Bäumen vor. Bei dieser Ruhe wurden die Geräusche
der Vogelwelt und das Rauschen der Palmenblätter
zum Klangerlebnis.
Bei 29°C und 85% Luftfeuchte
einfach tropisch. Tipp: Mineralien, festes Schuhwerk
und evtl. Insektenschutz nicht vergessen.
Der nächste
Ausflug ging dann zum „Anse
Lazio“, einer der schönsten Strände
der Welt. Das Hotel bietet dreimal wöchentlich
einem kostenlosen ganztätigen Transfer zum Strand.
Eine unvergessliche Farbenpracht von türkisblauen
Wasser, schneeweißen Sand, Roter Granit und das
Grün
der Palmen, lassen diesen Ausflug nicht in Vergessenheit
geraten. Foto nicht vergessen! Alle Meter ein neues
Motiv. Der Strand bietet den Vorteil von schattigen
Plätzen unter Palmen, sowie zwei Restaurants
direkt am Strand. Auch der majestätische Flug
der Feenschwalbe kann hier gut beobachtet werden. Die
Brandung ist optimal, so dass man sich ohne weiteres
schon ein Stück raus wagen kann.
Am nächsten
Tag stand der Ausflug „Curieuse
Island“ an. Mit den Bus auf die andere Seite
der Insel zum „Anse Volbert“ und dann
weiter mit dem Taxiboot. Vorbei an „St.Piere“ und „Chauve
Souris Island“, kleine Privatinseln. Nach der
Ankunft auf Curieuse Island, die Insel der freilaufenden
Riesenlandschildkröten, konnten wir leider den
Rundwanderweg durch den Park nicht absolvieren, da
der Tsunami den Damm gebrochen hatte und teilweise
die Wege schlecht begehbar waren. Aber beim streicheln,
füttern und beobachten der Tiere verging die
Zeit wie im Flug. Heute setzte die Flut erst am Nachmittag
ein, so konnten wir endlich eine Runde baden. Auch
ein primitives und günstiges Restaurant mit
Fisch vom Grill lädt zum Mittagstisch ein.
Der
nächste Ausflug wurde vom Hotel angeboten,
eine Wanderung mit Führung durch den hoteleigenen
Hausgarten oberhalb des Hotels, der sich bis auf
375 N. N. erstreckte. Vorbei an Zimtbäumen,
Sisal, Ananaspflanzen usw. Der schweißtreibende
Aufstieg wurde mit einem beeindrucken Panoramablick über
die ganze Insel belohnt. Von hier oben konnten wir
auch den „Flying Fox“ bei seinen Kreisen
unmittelbar unter uns, ganz nah beobachten.
Den Nachmittag
verbrachen wir, nach der anstrengenden Tour, am Strand.
Relaxing und Nixtuing zählt
in den Hängematten unter den Palmen direkt am
Strand, zu unseren leichtesten Übungen.
An unseren
letzten Abendessen wurden alle Gäste
wegen einer Hotelfeier, ins Casino direkt am Strand
des „Anse Volbert“ gefahren. Dort konnten
wir unseren letzten Abend bei gutem Essen und guter
Unterhaltung ausklingen lassen.
Die Rückreise
wieder mit persönlicher Betreuung
und Transfer. Nur am Flughafen in Mahe erfuhren wir,
dass der Rückflug über Rom geht. Das bedeutete
zusätzliche Rückreisezeit. Da dies ein
Tagflug war, konnten wir auch nicht gerade viel schlafen.
Die Welt von oben ist eben auch interessant. Auch
die Reservierung für unseren Zug konnten wir
nicht halten. So war die Rückreise mit insgesamt
20 Std. schon sehr anstrengend. Aber wer dies nicht
in Kauf nehmen will, kommt so nie ins Paradies. Ein
traumhafter Urlaub geht somit zu Ende, aber wir kommen
wieder, das ist sicher.
Orevwar, mon kontan avek Sesel
Maria & Peter
aus Bayern
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