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Seychellen - Reisebericht von Martin

Dieses Jahr waren wir das erste Mal mit Blue Ocean Travel auf den Seychellen. Mit meinen Eltern war ich schon öfters auf den Seychellen. Wir wissen nach jeder Reise immer besser, wo und wie man etwas Wunderbares auf den Seychellen - vor allen Dingen außerhalb der Prospektbeschreibungen - erleben kann. Mit diesem Wissen kann man einigen - leider häufiger auftretenden - Erscheinungen wie sinkendes Preis-/ Leistungsverhältnis etwas entgegenwirken.

Und so war es auch in diesem Jahr. Wir wohnten im Berjaya an der Beau Vallon Bay auf Mahé. Unser Betreuer Herr Payette („Sie als Gast sind unsere Babies - Sie sollen wissen, dass wir immer für Sie da sind“) war zuerst sehr traurig, weil wir kein Interesse an den Standard-Ausflügen hatten. Aber als wir unsere Wünsche vortrugen, lief er und seine Mannschaft zur Höchstform auf. So war der diesjährige Urlaub wieder super.

Da wir gerne segeln, haben wir uns - Papa und ich - (fast) jeden Tag einen Katamaran vom hoteleigenen Sportcenter geben lassen. Das macht irren Spaß, wenn der Wind so richtig bläst: Man wird bei der Geschwindigkeit von oben bis unten nass. Aber da die Temperaturen von Wasser und Luft so angenehm sind, ist das eine äußerst willkommende Erfrischung.

Eines Tages segelten wir gemütlich, als es plötzlich neben uns laut platschte. Zuerst sahen wir nichts. Dann sah ich kurze Zeit später eine dreieckige Flosse. Erste Vermutung: ein Hai! Aber Papa lachte. Er hatte vorher „fliegende Fische“ gesehen und ahnte was gleich geschehen wird: Es waren keine fliegenden Fische, sondern ein Fischschwarm, der in Intervallen aus dem Wasser sprang und wieder eintauchte. Die Ursache war die dreieckige Flosse, die aber einem Delfin gehörte. Man konnte den Körper ganz deutlich erkennen, den es trennte uns nur etwa 2 m.

Zuerst war ein Delfin da, dann zwei. Am Ende waren wir von einer ganzen Schule von Delfinen umgeben. Die formierten sich gerade zur Jagd. Plötzlich fing es an heftig zu rauschen. Wir guckten uns um und sahen wie einige Dutzend Fische panisch aus dem Wasser sprangen. Dahinter jagten die Delfine in breiter Front. Da sah sehr schön aus, wenn alle als Gruppe auch aus dem Wasser sprangen: Vorn der Fischschwarm, hinten die Delfine.

Der Wind war gut und wir konnten mit dem Schwarm fahren. Teilweise fuhren wir schneller und so beschlossen wir uns den Fischen in den Weg zu stellen: Vielleicht landet einer auf dem Katamaran? Doch die Fische tauchten kurz vor uns ab und sprangen auf der anderen Seite weiter. Aber dann kamen die Delfine gleich hinterher: Voll auf das Boot zu! Ich hatte ein wenig Angst, dass wir mit ihnen kollidieren werden. Aber kurz vor dem Boot tauchten sie ab. Dabei hatte ich kurz die Gelegenheit, einen Delfin zu berühren. Wir waren sehr beeindruckt, wie klug die Delfine jagten. Bei jeder Jagdattacke hatte jeder seine Beute. Es wurde ein wenig gewartet, dann formierten sich die Delfine wieder neu. Die Jagd dauerte bestimmt eine dreiviertel Stunde.

Am Abflugabend war dann noch die nette Episode mit Mr. Port Louis von Blue Ocean Travel. Beim Empfang kannte er uns nicht, aber wir begrüßten ihn wie einen alten Bekannten. Er hat sich darüber sehr stark gewundert. Ich konnte das Rätsel lösen: Vor den Abflug in München habe ich mir eine Fliegerzeitung gekauft. Ein Artikel beschrieb die Helikoptergesellschaft in Mahé (Übrigens: Hubschrauberflüge auf den Seychellen sind was Einmaliges!). Die deutschen Reporter begleitete Mr. Port Louis, der auch auf einem Foto mit der Coco de mer abgebildet war. So kannten wir Mr. Port Louis - aber er uns nicht. Da er vom dem Artikel nichts wußte, schenkte ich ihm die Zeitung. Einen so überraschten und vor Freude fast sprachlosen Menschen hatten wir schon lange nicht mehr gesehen.

Martin

North Island

Abends an der Beau Vallon

Silhouette

Mit Mr. Port Louis

 
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