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Dieses Jahr waren wir das erste
Mal mit Blue Ocean Travel auf den Seychellen. Mit
meinen Eltern war ich schon öfters
auf den Seychellen. Wir wissen nach jeder Reise immer
besser, wo und wie man etwas Wunderbares auf den
Seychellen - vor allen Dingen außerhalb
der Prospektbeschreibungen - erleben kann.
Mit diesem Wissen kann man einigen - leider
häufiger auftretenden - Erscheinungen wie sinkendes
Preis-/ Leistungsverhältnis etwas entgegenwirken.
Und
so war es auch in diesem Jahr. Wir wohnten im Berjaya
an der Beau Vallon Bay auf Mahé.
Unser Betreuer Herr Payette („Sie als Gast
sind unsere Babies - Sie sollen wissen, dass
wir immer für Sie da sind“) war zuerst
sehr traurig, weil wir kein Interesse an den Standard-Ausflügen
hatten. Aber als wir unsere Wünsche vortrugen,
lief er und seine Mannschaft zur Höchstform
auf. So war der diesjährige Urlaub wieder super.
Da
wir gerne segeln, haben wir uns - Papa und ich -
(fast) jeden Tag einen Katamaran vom hoteleigenen
Sportcenter geben lassen. Das macht irren Spaß,
wenn der Wind so richtig bläst: Man wird bei
der Geschwindigkeit von oben bis unten nass. Aber
da die Temperaturen von Wasser und Luft so angenehm
sind, ist das eine äußerst willkommende
Erfrischung.
Eines Tages segelten wir gemütlich,
als es plötzlich neben uns laut platschte. Zuerst
sahen wir nichts. Dann sah ich kurze Zeit später
eine dreieckige Flosse. Erste Vermutung: ein Hai!
Aber Papa lachte. Er hatte vorher „fliegende
Fische“ gesehen
und ahnte was gleich geschehen wird: Es waren keine
fliegenden Fische, sondern ein Fischschwarm, der
in Intervallen aus dem Wasser sprang und wieder eintauchte.
Die Ursache war die dreieckige Flosse, die aber einem
Delfin gehörte. Man konnte den Körper ganz
deutlich erkennen, den es trennte uns nur etwa 2
m.
Zuerst war ein Delfin da, dann
zwei. Am Ende waren wir von einer ganzen Schule von
Delfinen umgeben. Die formierten sich gerade zur
Jagd. Plötzlich
fing es an heftig zu rauschen. Wir guckten uns um
und sahen wie einige Dutzend Fische panisch aus dem
Wasser sprangen. Dahinter jagten die Delfine in breiter
Front. Da sah sehr schön aus, wenn alle als
Gruppe auch aus dem Wasser sprangen: Vorn der Fischschwarm,
hinten die Delfine.
Der Wind war gut und wir konnten
mit dem Schwarm fahren. Teilweise fuhren wir schneller
und so beschlossen wir uns den Fischen in den Weg
zu stellen: Vielleicht landet einer auf dem Katamaran?
Doch die Fische tauchten kurz vor uns ab und sprangen
auf der anderen Seite weiter. Aber dann kamen die
Delfine gleich hinterher: Voll auf das Boot zu! Ich
hatte ein wenig Angst, dass wir mit ihnen kollidieren
werden. Aber kurz vor dem Boot tauchten sie ab. Dabei
hatte ich kurz die Gelegenheit, einen Delfin zu berühren.
Wir waren sehr beeindruckt, wie klug die Delfine
jagten. Bei jeder Jagdattacke hatte jeder seine Beute.
Es wurde ein wenig gewartet, dann formierten sich
die Delfine wieder neu. Die Jagd dauerte bestimmt
eine dreiviertel Stunde.
Am Abflugabend war dann noch
die nette Episode mit Mr. Port Louis von Blue Ocean
Travel. Beim Empfang kannte er uns nicht, aber wir
begrüßten
ihn wie einen alten Bekannten. Er hat sich darüber
sehr stark gewundert. Ich konnte das Rätsel
lösen:
Vor den Abflug in München habe ich mir eine Fliegerzeitung
gekauft. Ein Artikel beschrieb die Helikoptergesellschaft
in Mahé (Übrigens: Hubschrauberflüge
auf den Seychellen sind was Einmaliges!). Die deutschen
Reporter begleitete Mr. Port Louis, der auch auf einem
Foto mit der Coco de mer abgebildet war. So kannten
wir Mr. Port Louis - aber er uns nicht. Da er vom dem
Artikel nichts wußte, schenkte ich ihm die Zeitung.
Einen so überraschten und vor Freude fast sprachlosen
Menschen hatten wir schon lange nicht mehr gesehen.
Martin
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