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November 2005
Am Mittwoch, dem 10. November,
fuhren wir um 12.45 Uhr mit dem Zug in Richtung Frankfurt.
Als Einstieg in den Urlaub hätten wir fast hinter
dem Zug hinterher geschaut, da dieser auf einem anderen
Gleis einlief. Da wir jedoch von der schnellen Truppe
sind, ging es im Galopp runter und rauf und rein
in den Zug.
Die Zeit auf dem
Flughafen verging sehr schnell. Nachdem wir pünktlich
eingescheckt hatten, hieß es, der Flug geht
eine Stunde später, also wieder warten. Somit
starteten wir anstatt um 20.45 Uhr erst gegen 21.45
Uhr. Der Flug war angenehm, und verlief ohne Turbulenzen,
so dass wir gegen 09.30 Uhr auf Mahé ankamen.
Hier
erwartete uns Matthew, unser Reiseleiter für
Mahé. Er führte uns zum Inlandsflughafen
und scheckte uns für den Weiterflug nach Praslin
ein. Nach zweistündiger Wartezeit flogen wir
mit einer kleinen Maschine auf die zweitgrößte
Insel der Seychellen - Praslin. Dort angekommen,
nahm uns Roland - Reiseleiter für Praslin -
in Empfang. Mit dem Auto ging es zum Hotel Maison
des Palmes.
Praslin
Das Zimmer, welches wir beziehen
sollten, war nicht abschließbar, das Telefon
und der Wasserkocher fehlten. Nach der Beschwerde
zuerst an der Rezeption und dann unmittelbar beim
Reiseleiter, waren wir soweit überein
gekommen, dass wir am nächsten Tag ein anderes
Zimmer beziehen konnten und somit erst mal zufrieden.
Herr
Herold, der sich gerade auf den Seychellen aufhielt,
kam am Abend ins Hotel. Herr Herold wies auf einige
Sehenswürdigkeiten
hin und gab uns Tipps, die wir gern annahmen.
Jetzt
begann der Urlaub so richtig, und der Urlaub wurde
zum absoluten Traum.
Als Ausgleich für die Mängel wurden wir
von Roland zu den Stränden gefahren und waren
am Anse Lazio - dem totalen Traumstrand auf
Praslin - in einem Restaurant zum Mittagessen
eingeladen.
Am ersten Tag auf Praslin waren
wir am Anse Volbert zum Baden und Relaxen. Täglich
fuhr ein Shuttlebus dorthin und abends holte dieser
die Leute wieder ab. Am Vormittag des folgenden Tages
besuchten wir den Vallee de Mai - dem Nationalpark,
wo die Coco de Mer wächst. Der Besuch des Parkes
ist ein „Muss“ für die Seychellen.
Den Nachmittag verbrachten wir dann am Pool, der
nicht gerade einladend wirkte.
Nun sind wir wieder
am dritten Tag, den wir wieder am Anse Volbert verbrachten.
Am vierten Tag fuhr uns Roland zum Anse Lazio - super
und wir dachten: Das ist der absolute Traum! Der
sollte jedoch erst noch folgen.
Am Anse Lazio trafen
wir Sylvia und Roland, nette Urlaubsbekannte aus
Hamburg. Von da an unternahmen wir gemeinsam etwas
und saßen abends zum Essen
zusammen.
La
Digue
Der
fünfte Tag war eigentlich der schönste
auf den Seychellen, das war die Fahrt und der Aufenthalt
auf der Insel La Digue. Roland brachte uns zur Jetty.
Um 10.00 Uhr setzten wir mit der Fähre über
- Dauer ca. 30 Minuten. Hier scheint die Zeit stehen
geblieben zu sein. Kaum Autoverkehr, viele Fahrradfahrer
und das Besondere: Ochsenkarren, die Urlauber in
ihre Hotels bringen.
Unmittelbar am Hafen war ein
Stand, an dem Fahrräder
vermietet wurden. Also rauf auf’s Rad und los
die Insel erkunden. Zuerst führte uns der Weg
ganz in den Süden. Unterwegs trafen wir eine
Engländerin - die Unterhaltung war nur
sehr schwer möglich - diese Sprachprobleme.
Nach
dem wir einige Fotos am Grand Anse gemacht hatten,
ging es weiter. Diesmal in Richtung Nationalpark.
Hier gab es viel zu sehen z. B. Zimtbäume und
Riesenschildkröten. Der Strand mit seiner Einmaligkeit,
dem Felsen aus der Bacardi-Rum-Werbung, absoluter
Traum. Jetzt hieß erst mal abkühlen und
etwas ausruhen.
Nach einer kleinen Rast ging
es wieder rauf auf’s Rad und los in Richtung Norden.
Fast hatten wir die Insel umrundet. Viel fehlte nicht
mehr. Auch ein wunderschönes Plätzchen
zum Schnorcheln - Anse Fourmins fanden wir.
Der Tag ging viel zu schnell vorbei. Es hieß aufzubrechen
und zur Jetty, um nicht die Fähre zu verpassen.
Wieder auf Praslin angekommen, waren wir doch ziemlich
geschafft.
Den folgenden sechsten Tag verbrachten
wir mit Sylvia und Roland. Wir hatten einen Ausflug
gebucht, und zwar der Besuch von zwei Inseln, Curieuse
und Cousine. Zwischendurch schnorchelten wir. Unsere
Bootsfahrt begann am Hotel „Coco de Mer“.
Wir waren ca. 8 Personen - eine kleine Truppe. Als
erstes umrundeten wir mit dem Boot die Insel Praslin,
wobei uns die einzelnen Strände erklärt
wurden. Schon interessant.
Anschließend setzten
wir den Koch auf der Insel Curieuse ab. Es ging dann
weiter mit dem Boot bis St. Pierre. Hier hatten wir
Gelegenheit zum Schnorcheln. Soviel bunte Fische
- einfach faszinierend, inmitten der Schwärme
zu schwimmen.
Nun fuhren wir mit dem Boot
zurück
zur Insel Curieuse. Beeindruckt von den freilaufenden
Riesenschildkröten - einmal
Schildkröten zu füttern und streicheln
ein Erlebnis - wurden wir über die Insel geführt,
auch durch Mangrovenwälder mit riesigen Krebsen
und ziemlichen Anhöhen. Am Ziel unserer Wanderung
angekommen, wartete das Barbecue auf uns.
Nach der
Besichtigung des Museums und
etwas Faulenzen fuhren wir zur Insel Cousine. Dort
warteten Mitarbeiter des Vogelparkes, die uns in
kleinen Gruppen über die Insel führten,
die Vögel zeigten und deren Lebensweise erklärten.
Für uns beide nur leider sehr schwer zu verstehen,
da unser Englisch für solche Erklärungen
absolut unzureichend ist. Robert übersetzte
für uns, so dass wir wenigstens ein bischen
mitbekamen.
Nun ging es wieder in Richtung
Praslin. Da es erst gegen 16.00 Uhr war, fuhren wir
mit dem Bus zum Anse Kerlan zum Baden. War schön, nur
der Heimweg verlief etwas schief, denn der Bus lies
auf sich warten und wir dachten schon, wir müssten
einen Fußmarsch bis zum Hotel machen. Danach
stand uns nicht der Sinn.
Nun war unsere Zeit auf Praslin
um, und pünktlich
um 09.00 Uhr wurden wir vom Hotel abgeholt. Auf dem
Flughafen trafen wir Herrn Herold wieder, mit dem
wir uns noch sehr nett unterhielten, und der uns
so manch’ Insidertipp verriet. Dafür
waren wir dankbar.
Mahé
Auf Mahé angekommen, wurden
wir von Matthew erwartet. Ohne Verzögerung brachte uns unser
Wagen zum Hotel „Plantation Resort & Casino “ -
ein wirklich klasse Hotel. Allein der erste Anblick
im Zimmer war eine Pracht - wunderschön eingerichtet
und gelegen und alles voller Hybiskusblüten.
Ein netter Empfang.
Abends besuchte uns Matthew
und wies auf Ausflüge
hin. Wir entschieden uns für eine Rundfahrt
um die Insel mit Fahrer. Diese unternahmen wir dann
am Sonnabend.
Den ersten Tag nach unserer
Ankunft verbrachten wir nur im Hotel. Zunächst
am Hotelstrand und am Abend dann am Pool. Schnorcheln
war immer angesagt. Man merkte gar nicht, wie die
Zeit dabei vergeht. Schnell hatte man einen Sonnenbrand.
Gegen 17.30 Uhr gingen wir auf unser Zimmer und hielten
unsere Kaffeestunde ab - ein Muss in jedem
Urlaub.
Heute, am Sonnabend, war die
Rundfahrt angesagt. Pünktlich nach dem ausgiebigen
Frühstück
war unser Fahrer Francois da. Er hatte seine liebe
Not mit uns. Denn er versuchte, uns viel zu zeigen
und zu erklären, was wir nur selten verstanden.
Quer über und durch die Insel ging es. Erst
sahen wir das Künstlerdorf, dann Victoria -
hier den Markt, den Hafen und weitere Sehenswürdigkeiten
- und den Botanischen Garten.
Die Seychellois sind
wirklich nette Menschen. Im Botanischen Garten trafen
wir Einheimische, die uns einluden, gemeinsam mit
ihnen zu essen. Es folgten der Morne
Seychellois, dann ein Strand zum Schnorcheln. Hier
verlies uns das Wetter, und wir sahen leider nicht
sehr viel Fische. Nun ging es weiter in Richtung
Hotel, immer die Küstenstraße entlang.
Handycup war immer wieder die Sprache.
Gegen 16.00 Uhr kamen wir
im Hotel an. Wir gingen dann zur Kaffeestunde in
der Hotelhalle. Hm, lecker Kaffee oder Tee und frische
Kekse. Von diesem Tag an stellten wir uns täglich
zur Kaffeestunde ein.
Am folgenden Tag waren wir zunächst
am Hotelstrand, der wirklich sehr schön war.
Uns wurde es nun langweilig, und wir gingen erst
mal auf Tour, wandern immer der Straße entlang. Überall
war es grün und wunderschöne Blumen, wie
die Strelitzien, standen am Wegesrand. Zur Kaffeestunden
waren wir wieder im Hotel. Nachdem wir Kaffee und
Kekse genossen hatten, relaxten wir am Pool.
Hier
hatte ich immer Gelegenheit, das Tauchen zu riskieren
und meine Bahnen zu schwimmen.
Der Montag war wieder
Strandtag mit Schnorcheln. Auch an dem Tag wanderten
wir am Nachmittag, dieses Mal in entgegengesetzter
Richtung. Immer wieder trafen wir auf freundliche
Einheimische.
Der Dienstag sollte ein Tag
werden, der immer in Erinnerung bleibt. So wanderten
wir gleich nach dem Frühstück los, und
zwar in Richtung Anse Takamaka, die Bucht, die einst
George Harrison, dem Beatle-Mitglied gehörte.
Der
Weg führte
uns entlang der Küstenstraße und war wunderschön,
die Pflanzen, Blumen und die Felsen. Zurück
wollten wir über die Berge wandern. Ein solcher
Weg war in der Karte eingezeichnet. Auf halber Höhe
kam uns eine Meute Hunde entgegen und umkreiste uns.
Das war schon schaurig und beängstigend.
Nachdem
der erste Schock überwunden war, ging wir weiter
den Weg noch oben. Dort angekommen, wurden wir von
einem Deutschen angesprochen, mit dem wir uns dann
gut unterhielten. Er gab uns einige Tipps, insbesondere
die Strände betreffen und Früchte, frisch
vom Baum geerntet. So was leckeres, einmalig.
Da
der in der Karte eingezeichnete weg nicht existierte,
gingen wir den Weg zurück, gefolgt von den Hunden,
die uns nun doch froh gesinnt waren. Den Strand Takamaka
besuchten wir. Dort war gerade eine Schulklasse -
alle gleich gekleidet. Auch so etwas zu sehen, war
interessant. Nun gingen wir zurück in Richtung
Hotel. Leicht müde kamen wir an und Schlummern
auf der Liege am Strand war genau das Richtige.
Am Abend war großer
Empfang vom Management des Hotels. Beeindruckend,
alle waren nett. Als Problem stellten sich wieder
unsere Englischkenntnisse dar.
Am vorletzten Tag auf
Mahé fanden wir einen
wunderschönen Strand - der Tipp von dem
Deutschen, den wir am Tag zuvor getroffen haben.
Wenn auch der Weg dorthin beschwerlich war, so wurden
wir an diesem Strand für die Strapazen entschädigt.
Zurück ging der Weg schneller, ruck zuck waren
wir wieder am Hotel.
Der letzte Tag war leider nicht
so schön. Zunächst
regnete es immer wieder. Das Zimmer hatten wir schon
abgegeben, so dass nichts mehr mit Schnorcheln war - schlimm.
Die
Seychellen waren einzigartig.
Roswitha
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